Airbus Defence and Space

Hilfe aus dem Orbit

Airbus Defence and Space-Satelliten beobachten die Katastrophe in Japan

Die Tsunami-Katastrophe, die am 11. März Japan heimsuchte, hat es wieder einmal verdeutlicht: Zum lebenswichtigen Handwerkszeug von Katastrophenhelfern und Rettungskräften zählen auch Satellitenbilder und -daten. Die unmittelbar nach dem Tsunami übertragenen Satellitenbilder sind eine entscheidende Hilfe, indem sie die dringend notwendige Beurteilung der Lage in den am stärksten betroffenen Gebieten und Entscheidungen zu Rettungsmaßnahmen unterstützten.

Der Bereich Airbus Defence and Space GEO-Information Services unterstützt mit seinen spezialisierten Ressourcen die Hilfsaktionen.

Nach dem Erdbeben und dem darauf folgenden Tsunami in Japan am 11. März wurde SPOT 5 im Rahmen der „International Charter on Space and Major Disasters“ zur Erfassung der betroffenen Gebiete eingesetzt. Am Samstag, den 12. März, nahm der Satellit den ersten Streifen mit vier Satellitenbildszenen der Stadt Sendai sowie der beiden Kernkraftwerke von Fukushima auf. Weitere SPOT-5-Bilder des Gebiets wurden am Sonntag, den 13. März, aufgezeichnet.

Die „International Charter on Space and Major Disasters“ ist eine Initiative von Weltraumorganisationen aus der ganzen Welt, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Daten über Natur- oder vom Menschen verursachte Katastrophen zu erfassen und den betroffenen Ländern zur Verfügung zu stellen.

Kernkraftwerke Fukushima Daiichi und Daini

Nach dem Ausfall des Kühlsystems und der anschließenden Evakuierung des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi kam es dort beim Reaktor 1 zu einer Explosion. Darüber hinaus wurde berichtet, dass auch die Kühlsysteme von drei der insgesamt vier Reaktoren des Kernkraftwerks Fukushima Daini (etwa 12 km weiter südlich) ausgefallen waren. Als Vorsichtsmaßnahme wurde die Evakuierung aller Menschen innerhalb eines Radius von 20 km um die beiden Kraftwerke angeordnet. Fukushima Daiichi gehört zu den 25 größten Kernkraftwerken der Welt.

SPOT 5 konnte bereits am Samstag, den 12. März, Bilder beider Kernkraftwerke erfassen.

Airbus Defence and Space-Satelliten beobachten die Katastrophe in Japan © CNES 2011 - Distribution Airbus Defence and Space/Spot Image

Airbus Defence and Space-Satelliten beobachten die Katastrophe in Japan © CNES 2011 - Distribution Airbus Defence and Space/Spot Image

 

Vorher-Nachher-Analyse mit TerraSAR-X

Neben SPOT 5 hat auch TerraSAR-X, ein weiterer Satellit im Portfolio von Airbus Defence and Space GEO-Information Services, nach der Katastrophe Daten über Japan erfasst. Die Kombination der neuen Bilder mit Archivdaten ermöglichte eine detaillierte Analyse der Veränderungen im Gebiet um Sendai.

Betroffene Stadtviertel, überflutete Bereiche und Schuttfelder sind klar zu erkennen.© DLR/ ZKI

Betroffene Stadtviertel, überflutete Bereiche und Schuttfelder sind klar zu erkennen. (© DLR/ ZKI)

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