Airbus Defence and Space

Airbus Defence and Space verstärkt Gleichberechtigungs

Zwei Ingenieurinnen vom Standort Bremen waren die Chancen noch nie besser

Am 8. März feiern Frauen in aller Welt den Internationalen Frauentag. Seit mehr als 100 Jahren fordern Frauen an diesem Tag unter anderem Gleichberechtigung.

Die Raumfahrt ist eine technische Branche, die wie kaum eine andere traditionell geprägt ist von einer männerdominierten Mitarbeiterstruktur. Und doch gilt ausgerechnet Airbus Defence and Space als vorbildlich in seinem Bestreben, die Anteile von Frauen in technischen Berufen anzugleichen. Beim genaueren Hinsehen fällt auf, dass es weniger die Frauen im Unternehmen sind, die das noch ungleiche Frauen-Männer-Verhältnis thematisieren und unterstreichen, als eher die Fakten der Personalzahlen: Der Frauenanteil in den Teams überschreitet nur selten die Sieben-Prozentmarke.

„Das wollen wir schon 2013 massiv ändern“, sagt Ingo Giese, Personalleiter für den Airbus Defence and Space-Standort Bremen. „Die Chancen für Frauen hinsichtlich Neueinstellungen und Beförderungen bei Airbus Defence and Space in Ingenieursberufen waren noch nie besser.“

Die beiden jungen Ingenieurinnen Imen Hachani (30) und Silvia Strom (30) sind sich einig: In der alltäglichen Projektarbeit gibt es keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern, eventuelle Vorurteile sind keinesfalls spürbar und Chancen haben sie genauso, wie ihre männlichen Kollegen. Es komme allein auf die fachliche Kompetenz an.

 

Imen Hachani (30) ist IT-Spezialistin und verantwortlich für IT-Aufgaben im Bereich Bodensysteme (Ground Support Systems) bei Airbus Defence and Space in Bremen. Imen Hachani ist vor neun Jahren aus Tunesien nach Deutschland gekommen. „Deutschland ist ein Industrieland – hier standen mir für mein Informatik-Studium ganz andere Möglichkeiten und Perspektiven offen“, nennt die heutige Ingenieurin ihre ambitionierten Gründe. Sie spricht perfekt Deutsch und drei weitere Sprachen fließend, hat die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen, ihr Studium abgeschlossen und ist als anerkannte IT-Spezialistin verantwortlich für IT-Aufgaben im Bereich Bodensysteme (Ground Support Systems) bei Airbus Defence and Space in Bremen.

„Ich habe einen faszinierenden Job in einem unglaublich interessanten Konzern“, unterstreicht sie und reagiert eher irritiert auf die Frage, wie sie mit der Situation umgehe, dass sie die einzige Frau im Team ist. „Mein Vorgesetzter würde nie auf die Idee kommen, einen Unterschied zu machen zwischen mir und den männlichen Kollegen – diese übrigens auch nicht“, sagt Hachani, die ehrgeizige Pläne hat: „Mein vorrangiges Ziel ist es, eine Expertin auf meinem Gebiet zu sein“, so die junge Ingenieurin. „Ich weiß, das braucht Erfahrung und Zeit, doch dann freue ich mich darauf, gerne auch leitende Aufgaben in der Abteilung oder die Firma anzunehmen. Einen Schritt nach dem anderen.“

Ingo Giese bestätigt: „Wir haben bei Airbus Defence and Space die besten Voraussetzungen für Frauen, die etwas bewegen wollen, sie müssen nur – wie jeder andere Kollege eben auch – ihre Chancen nutzen und Bereitschaft signalisieren.“ Giese wünscht sich, dass der Gesamtanteil an Frauen in den Teams steigt, damit sich auch der Anteil der Frauen mit Bereitschaft für anspruchsvolle Führungsaufgaben erhöht.  Die Personal-Zielsetzungen für den Standort Bremen im Jahr 2013 sind ehrgeizig und unterstreichen Gieses Wunsch: 20 Prozent Frauenanteil in ingenieurstechnischen Teams, dazu so schnell wie möglich mehr Ingenieurinnen in Führungspositionen.

In diesem Zusammenhang ist Silvia Strom eine ideale Kandidatin. Ambitioniert und proaktiv versucht die 30-jährige Luft- und Raumfahrtingenieurin ihre Möglichkeiten zu nutzen, um mehr Verantwortung zu übernehmen. Airbus Defence and Space bietet ihr ein perfektes Umfeld, um ihre Motivation steigern und ihre Fähigkeiten ausbauen zu können. Für ein Jahr wechselt Silvia Strom gerade an den Airbus Defence and Space-Standort Les Mureaux, um ihre Aufgabe als ATV-Thermal-System-Verantwortliche mit zusätzlichen beruflichen Herausforderungen zu verbinden. Dass bei Airbus Defence and Space ein Unterschied zwischen den Geschlechtern gemacht wird, sieht sie dabei nicht. „Letztendlich kommt es doch immer auf die Leistungen des Einzelnen an“, sagt die Ingenieurin, auch wenn sie es gut findet, dass Airbus Defence and Space es fördert, Frauen im technischen Bereich in Führungspositionen zu etablieren. „Ich bin begeistert von meinem Beruf und habe in vier Jahren schon viele beeindruckende Erfahrungen gemacht, wie beispielsweise Systemtests in Toulouse, Endintegration des ATV in Kourou oder Flugbegleitung im ATV-Kontrollzentrum in Toulouse“, sagt Silvia Strom. „Würde es in diesem Unternehmen geschlechterspezifische Unterschiede geben, hätte ich diesen Job nicht.“

„Solche Menschen brauchen wir!“, sagt Ingo Giese. „Wenn es uns gelingt ein oder zwei junge Ingenieurinnen als Führungskräfte in Leitungspositionen zu etablieren, werden wir in weniger als fünf Jahren über das Thema Frauen in ingenieurstechnischen Leitungspositionen überhaupt nicht mehr sprechen müssen. Und ich bin überzeugt, dass uns das mit der verstärkten Diversity-Offensive schon zeitnah gelingen wird.“

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