Airbus Defence and Space

Die Jagd hat begonnen

E-Nose arbeitet reibungslos an Bord der ISS

Der russische Kosmonaut Roman Romanenko misst mit Hilfe der E-Nose die bakterielle Belastung auf der ISSDie E-Nose startete am 19. Dezember 2012 an Bord einer Sojus-Trägerrakete ins All. Zweck dieses wissenschaftlichen Experiments, das bei Airbus Defence and Space in Friedrichshafen in Hauptauftragnehmerschaft geführt wird, ist es, im russischen Segment der Raumstation Jagd auf Pilze und Bakterien zu machen. Nach bestandenem Funktionstest, dem Commissioning, an Bord der ISS laufen dort zur Zeit die Experimente. Das erste biologische Experiment wurde im Februar dieses Jahres erfolgreich durchgeführt, eine zweite Messreihe startete noch im April, eine dritte folgt Mitte Mai.

Der russische Kosmonaut Roman Romanenko misst mit Hilfe der E-Nose die bakterielle Belastung auf der ISS

Im Rahmen des ersten Tests führte der russische Kosmonaut Roman Romanenko an verschiedenen Stellen der Raumstation Messungen durch, um herauszufinden, ob eine mikrobiologische Belastung vorliegt, die von Bakterien- und Pilzkulturen ausgeht. Eine frühzeitige Erkennung ist wichtig, da eine zu hohe Belastung mit Pilzen und Bakterien sowohl für die Technik als auch für die Besatzungsmitglieder eine nicht unerhebliche Gefahr darstellen kann.

Nach Abschluss der dritten Testreihe Mitte Mai sollen die Speicherkarte der E-Nose und Teile des Messaufbaus für weitere Auswertungen zur Erde zurückgebracht werden. Russische Wissenschaftler vom „Institut für Biologische und Medizinische Probleme“ (IBMP) werden am Landeplatz in Kasachstan vor Ort sein, um die sensible Fracht zu übernehmen und in gekühlten Behältnissen nach Moskau zu transportieren. Dort übernimmt dann Airbus Defence and Space-Projektleiter Thomas Hummel die biologischen Proben und transportiert diese auf schnellstem Wege nach München zu Innovation Works, der zentralen Forschungsorganisation von AIRBUS Group, wo die Experimentproben zusammen mit russischen Wissenschaftlern vom IBMP untersucht werden.

Zusätzlich zu den Messungen mit der E-Nose werden an Bord der Raumstation Proben mit einem Verfahren entnommen wie es in der klassischen Biologie üblich ist. Beide Daten werden miteinander abgeglichen. Sind die Ergebnisse beider Verfahren vergleichbar, ist das System der elektronischen Nase qualifiziert und damit für einen Dauer-Einsatz auf der ISS bereit.

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