Airbus Defence and Space

Columbus feiert seinen fünften Geburtstag im All

Das Forschungslabor Columbus arbeitet seit fünf Jahren erfolgreich im All. Am 7. Februar 2008 startete das von Airbus Defence and Space in Bremen gebaute Modul mit dem Spaceshuttle Atlantis Richtung Weltall und wurde drei Tage später an die Internationale Raumstation angedockt. Airbus Defence and Space hat Columbus im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) als industrieller Hauptauftragnehmer entwickelt und gebaut.

Columbus ist Europas wichtigster wissenschaftlicher Stützpunkt im All. An Bord des Labors können bis zu drei Astronauten gleichzeitig Experimente durchführen, die unter den Bedingungen der Schwerkraft auf der Erde so nicht möglich sind. In den letzten fünf Jahren wurden rund 200 unterschiedlichste Experimente im Bereich der Grundlagenforschung erfolgreich im Forschungslabor durchgeführt. Die Arbeitsschwerpunkte sind Materialwissenschaften, Chemie, Physik, Medizin, Humanphysiologie, Weltraum- und Geowissenschaften.

Der Weg von der Idee eines Experimentes bis hin zum endgültigen Flug zur ISS dauert je nach Komplexität zwischen zwei und fünf Jahre, teilweise auch wesentlich länger (wie das Experiment „Atomic Clock Ensemble in Space“ (ACES) beweist).

„Die Veränderung der Flugbahn der Raumstation war für uns ein ganz besonderes und vor allem aufwendiges Erlebnis.", sagte Helmut Luttmann, bei Airbus Defence and Space verantwortlich für Betrieb und Nutzung der Raumstation. „Alle fünf Partner der ISS - USA, Russland, Europa, Japan und Kanada - mussten mit dem Prozess einverstanden sein. Außerdem mussten wir uns mit allen anderen Kontrollzentren abstimmen.“ Ursprünglich sollte SOLAR nur für eineinhalb Jahre im All tätig sein, allerdings ist das Experiment so erfolgreich, dass die Mission noch bis 2016 verlängert wurde. Die gesammelten Ergebnisse sollen Hinweise darüber liefern, inwiefern die Sonnenstrahlen Auswirkung auf das Klima der Erde haben.

Im Rahmen des IOT-Vertrages (Industrial Operator Team) ist Airbus Defence and Space für die ESA bis 2020 für den Betrieb und die Nutzung der europäischen Anteile der ISS zuständig. Das bedeutet, dass das Columbus-Modul noch mindestens sieben weitere Jahre Teil der Internationalen Raumstation ist.

„Ich bin sehr stolz auf das, was wir mit dem gesamten Team in den letzten fünf Jahren erreicht haben. Der von Beginn an reibungslose Columbus-Betrieb ist ein Symbol für die exzellente Zusammenarbeit aller Mitglieder eines Teams, das aus einem mehr als 40 Firmen umfassenden Konsortium und dem Kunden ESA besteht.", sagte Luttmann.

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