Airbus Defence and Space

Columbus im Rampenlicht

Erster europäischer ISS-Kommandant Frank de Winne zu Besuch bei Airbus Defence and Space

De Winne zu Besuch bei Airbus Defence and SpaceDer belgische ESA-Astronaut Frank de Winne besuchte den Airbus Defence and Space-Standort Bremen. Im Rahmen seines Vortrages vor Airbus Defence and Space-Mitarbeitern berichtete er über seinen Aufenthalt an Bord der ISS. Vom 27. Mai bis 1. Dezember 2009 lebte und arbeitete er vor allem in dem, von ihm hoch gelobten, von Airbus Defence and Space entwickelten europäischen Columbus-Labor.

Während seines Vortrags bot Frank De Winne den Anwesenden detaillierte Einblicke in seinen Aufenthalt an Bord der ISS im Rahmen der „OasISS“-Mission. OasISS war geprägt von mehreren Besonderheiten: zum ersten Mal befand sich eine sechsköpfige Crew an Bord, welche sich zudem aus Mitgliedern aller fünf ISS Partner – den USA, Russland, Kanada, Japan und der ESA – zusammensetzte. Darüber hinaus wurde De Winne die Ehre zuteil, als erster Nicht-Amerikaner und Nicht-Russe das ISS Kommando im Rahmen der Expedition 21 übernehmen zu dürfen. Darum lobte De Winne während seines Vortrags auch seine europäischen Vorgänger, die in der Vergangenheit hervorragende Leistungen erbracht hatten und ihm somit den Weg für die ISS Missions-Leitung ebneten: „Ich bin sehr stolz, der erste europäische Kommandant der ISS zu sein, aber dies ist nur dank all meiner europäischen Astronauten-Kollegen, die vor mir geflogen sind, und dank des europäischen Kontrollzentrums, möglich geworden.“

Ein eindrucksvoller Kurzfilm über das Leben und Arbeiten von De Winne und seinen Kollegen an Bord der ISS ermöglichte ein besseres Verständnis von den Aufgaben und Anforderungen, die an einen ISS-Astronauten und Kommandanten gestellt werden. Besonderes Augenmerk legte De Winne hierbei auf das Columbus-Modul, das für ihn nicht nur Arbeits- sondern auch Wohnstätte war, und in dem er sich die meiste Zeit während der Mission aufhielt. Er hob mehrere „key selling points“ von Columbus hervor: den durchdachten Aufbau, die hohe Nutzlastkapazität, die einfache Handhabung, das schnelle und einfache Reinigen, sowie die geringe Geräuschkulisse. So soll das Modul vor allem bei der Crew als ruhiger Schlafplatz begehrt gewesen sein!

Während OasISS führte De Winne zahlreiche Experimente durch, unter anderem kam zum wiederholten Male die „Microgravity Science Glove Box“ zum Einsatz. Beispielhafte Fotos und Filmsequenzen von durchgeführten Experimenten, dem Einholen des japanischen Versorgungsschiffes HTV, und der Nutzung der Roboterarme untermalten die Beschreibung seiner Aufgaben an Bord eindrucksvoll.

De Winne lobte die reibungslose internationale Kooperation an Bord, sowie mit den Bodenstationen. Gesondert bedankte er sich bei den Airbus Defence and Space-Mitarbeitern und Ingenieuren für ihre hervorragende Arbeit am Columbus-Modul: „Astronauten sind in erster Linie ausführende Operatoren und es ist eine Ehre mit Ihnen zusammenzuarbeiten. Ich gratuliere allen Personen, die an dem Columbus Projekt mitgearbeitet haben.“

ISSColumbusBemannte Raumfahrt