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Copernicus: Erdbeobachtung über die nächsten 40 Jahre hinweg

Am 12. März hat das EU-Parlament Europas neues Erdbeobachtungsprogramm „Copernicus“ mit einem Budget von 4,3 Milliarden Euro für den Zeitraum 2014 bis 2020 verabschiedet.

Programm ist der Praxisteil im Projekt „GMES“  (Global Monitoring for Environment and Security), das von der Europäischen Kommission und der Europäischen Weltraumorganisation ESA geführt wird.

Die Daten, die im Rahmen von Copernicus kontinuierlich und langfristig gesammelt werden, sind notwendig, um die Meeresumwelt, die Erdoberfläche und -atmosphäre sowie den Klimawandel zu beobachten und die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Bei letzterem stehen insbesondere das Katastrophenmanagement und die Überwachung des Seeverkehrs im Vordergrund.

Als Anwendungsbeispiele wurden bei der Debatte auf EU-Ebene unter anderem genannt: „die Datenerhebung zur Wasserqualität, mit der Behörden Badegewässer besser schützen und das Algenwachstum prognostizieren können“ sowie „die Sammlung von Daten zu Strömungen, Wind- und Eisaufkommen auf hoher See. Diese wird sich positiv auf Such- und Rettungseinsätze sowie den Seeverkehr auswirken.“

Ein weiteres wichtiges Anwendungsgebiet ist die Beobachtung des Klimawandels in Verbindung mit der kontinuierlichen und langfristigen Auswertung von Daten zu Schwankungen bei Temperaturen und Meeresspiegel, Abschmelzung der Eiskappen, Sonneneinstrahlung, Hochwasserprognosen, Treibhausgaskonzentration etc.

Die Datenerfassung erfolgt nicht nur über zahlreiche Sensoren am Boden, zu Wasser und in der Atmosphäre, sondern auch im Rahmen der fünf Sentinel-Missionen. Diese decken über die nächsten 40 Jahre hinweg ein sehr großes Beobachtungsgebiet ab und sind der Dreh- und Angelpunkt von Copernicus.

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