Airbus Defence and Space

Die Welt der Vulkane, erblickt aus dem All

Entdecken Sie mit uns einige ganz besondere Feuerberge unserer Erde – aus der Satelliten-Perspektive. Mehr zum Thema Vulkane erfahren Sie im Artikel.

Radars funktionieren unabhängig von Wetterbedingungen, Bewölkung und Tageslicht. So lieferte Radartechnik beispielsweise die Bilder des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull, obwohl Aschewolken halb Europa bedeckten.

Um die Erdoberfläche greifbar darzustellen, macht Envisat – ein von Airbus Defence and Space als Hauptauftragnehmer bereitgestellter Erdbeobachtungssatellit – von jedem dokumentierten Gebiet bis zu drei Aufnahmen. Die vom Advanced Synthetic Aperture Radar erfassten Daten werden zu einem einzigen Bild zusammengefügt. Die Farben sind das Ergebnis von Veränderungen der Erdoberfläche in den Zeitintervallen zwischen den einzelnen Aufnahmen.

Island. Abgesehen von dem berühmten Vulkan Eyjafjallajökull gibt es auf Island noch 30 weitere aktive Vulkane. Darüber hinaus „wächst“ die Insel Jahr für Jahr aufgrund der sogenannten „Sea-Floor-Spreading“: Kontinuierlich aus dem Mittelatlantischen Rücken aufsteigendes Magma verdrängt zuvor abgekühlte Lava und erzeugt auf diese Weise neue Landmasse.

Copyright: ESA


Ein Bruch in der Afrikanischen Kontinentalplatte war die Ursache der Entstehung einer Reihe ostafrikanischer Vulkane: Der berühmteste Vulkan im Großen Afrikanischen Grabenbruch ist der Kilimandscharo. Der Ol Doinyo Lengai (unten links), der Gelai (2.942 m, oben) und der Kitumbeine (1.770 m) sind weniger bekannt, verdanken ihre Existenz aber demselben geologischen Phänomen.

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Die Galapagos-Inseln sind ein Archipel vulkanischen Ursprungs. Sie sind aus einem sogenannten Hotspot entstanden, der sich durch die Erdkruste „durchschweißt“ und glühend heiße Gebirge aufwirft. Die Vulkane der Insel  Isabela (von Norden nach Süden): Wolf, Darwin, Alcedo, Sierra Negra und Cerro Azul. Die größere Insel zur Rechten von Isabela ist die Insel Santiago.

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Hawaii ist ebenfalls aus einem Hotspot entstanden. Zudem befindet sich auf Hawaii der höchste Berg der Welt – vom Meeresboden aus gemessen. Im Bild zu sehen sind, von links nach rechts: Big Island, Kahoolawe, Maui, Lanai, Molokai, Oahu, Kauai and Niihau.

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Etna ist Europas grösster aktiver Vulkan. Die Ausbrüche zerstören regelmässig die Infrastruktur wie z.B. Siziliens einziges Skigebiet. Sie sind aber auch Lieferant für sehr fruchtbare Böden, die ausgeszeichnetes Obst und Gemüse hervorbringen.

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Der Vesuv: Die dicht besiedelte Gegend um Neapel weist zahlreiche Zeichen von Vulkanismus auf. Durch die Kollision der Afrikanischen und der Eurasischen Kontinentalplatte entstand der Vesuv. Der bis dato verheerendste Ausbruch dieses Vulkans ereignete sich im Jahr 79 n. Chr.: Damals begruben pyroklastische Ströme die Städte Pompeji und Herculaneum unter sich. Heutzutage ist vulkanische Aktivität entlang der Phlegräischen Felder im Westen der Bucht zu beobachten: Sporadisch in eine Magmakammer dicht unter der Erdoberfläche einströmendes Magma bewirkt, dass sich die Küste fortlaufend hebt und senkt, begleitet von ständiger Entgasung.

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Der Piton de la Fournaise auf der Insel Reunion. Dieser Schildvulkan im westlichen Indischen Ozean ist einer der aktivsten Vulkane der Welt und ein typisches Beispiel für einen Hotspot-Vulkan. Zusammen mit seinem älteren Nachbarn Piton des Neiges hat er diese fruchtbare Insel erschaffen.

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