Airbus Defence and Space

Raumfahrt zum Anfassen

Eine ganz besondere Veranstaltung am Airbus Defence and Space-Standort Elancourt

Schüler der Blindenschule „Institut National des Jeunes Aveugles“ (INJA) untersuchen Leiterplatten, die am Airbus Defence and Space-Standort Elancourt für die Raumfahrt entwickelt werden

Im Rahmen einer ganz besonderen Veranstaltung, die kürzlich am Airbus Defence and Space-Standort Elancourt vor den Toren von Paris stattfand, durfte eine Gruppe sehbehinderter Jugendlicher das auf Konstruktion und Herstellung elektronischer Trägerraketen- und Satellitenkomponenten spezialisierte Werk im wahrsten Sinne des Wortes hautnah erkunden.

In dem Bestreben, die Raumfahrt verstärkt in den Mittelpunkt des allgemeinen Interesses zu rücken sowie ihre Funktionsweise und Vorteile für die Menschheit zu erläutern, legt Airbus Defence and Space großen Wert auf Aktivitäten, die auch die breite Öffentlichkeit mit einbinden.

Dabei soll der Kontakt zu verschiedenen Zielgruppen hergestellt werden, von Entscheidungsträgern bis hin zum normalen Bürger. Die gezielte Kommunikation mit jungen Leuten hat hohe Priorität, da diese die Raumfahrtingenieure und Politiker von morgen sind.

Besonders toll fanden die Jugendlichen  der Blindenschule „Institut National des Jeunes Aveugles“ (INJA) ein Hartschaummodell der Ariane 5, das sie, um ein Gefühl für die Form und die einzelnen Bestandteile der Trägerrakete zu bekommen, abtasten konnten. Die Bereitstellung des Modells ist dem glücklichen Händchen von Airbus Defence and Spaces Modellmanagerin zu verdanken, die gebeten wurde, Demonstrationsobjekte einiger Produkte des Unternehmens zu besorgen, um den Standortbesuch für die Jugendlichen möglichst interessant zu gestalten. Sie fand die auf den ersten Blick für diesen Zweck eher ungeeignet erscheinende Rakete in einem Schrank, und war sich sicher, dass dies genau das Richtige ist.

Ganz besonders interessierten sich die Jugendlichen für das Hartschaummodell der Trägerrakete Ariane 5

Sie erklärt: „Beim Bau der Raketenmodelle, die Airbus Defence and Space weltweit auf Messen ausstellt, kommt eine aus Hartschaum gefertigte Positivform zum Einsatz, die dann für den Guss des eigentlichen Polyester-Harzmodells verwendet wird. Ich hatte gerade eine solche Form in meinem Büro und fand, sie wäre das perfekte Tastobjekt, um den sehbehinderten Jugendlichen eine Ahnung über das Aussehen einer Trägerrakete zu vermitteln, da sie das Modell intensiv mit den Händen untersuchen könnten, ohne sich dabei zu verletzen oder etwas zu beschädigen. Ich freue mich, dass das so gut angekommen ist.“

Zugang für alle

Ein weiteres Highlight der Veranstaltung in Elancourt war der Besuch von Mitgliedern der französischen Tischtennisnationalmannschaft. Die Airbus Defence and Space-Mitarbeiter hatten nicht den Hauch einer Chance!

Standortbesuche wie dieser sind nur ein Beispiel der Initiativen, die Airbus Defence and Space ergreift, um das Thema Raumfahrt für alle zugänglich zu machen. Es wäre unvorstellbar, einen geeigneten Bewerber ablehnen zu müssen, nur weil dieser im Rollstuhl sitzt, der Arbeitsplatz aber nicht barrierefrei ist. Das Unternehmen hat beträchtliche Mittel investiert, um seine Betriebsanlagen und Gebäude so zu verbessern und umzugestalten, dass sie auch von Personen mit eingeschränkter Mobilität leicht und vollumfänglich genutzt werden können. Darüber hinaus organisiert Airbus Defence and Space im Kampf gegen Diskriminierung jeglicher Art regelmäßig Informationstage, um das allgemeine Bewusstsein zu schärfen, über eine „Behinderung“ hinwegzusehen und so den talentierten Menschen dahinter zu erkennen.

Die Veranstaltung in Elancourt beispielsweise, die auch den Besuch der Jugendlichen aus der Blindenschule umfasste, war eine gelungene Mischung aus Lernen und Vergnügen: Es wurden Workshops angeboten, Produkte und Materialien (und sogar Blindenhunde!) vorgestellt, die körperlich beeinträchtigten Personen zunehmend dabei helfen, ein normales Leben zu führen, „Behinderten“-Sportspiele ausgetragen sowie von einer eingeladenen Theatergruppe Sketche vorgeführt − ein großer Spaß für alle Teilnehmer!

Fotos: Danksagung an die Blindenschule „Institut National des Jeunes Aveugles“ (INJA)


Zum Abschluss noch ein kleines Quizz, das vielleicht zum Nachdenken anregt.

1) Wie viel Prozent aller Menschen mit Behinderung sitzen im Rollstuhl?

2 %

13 %

25 %

 

2) Welche der folgenden Trickfilmfiguren hat eine Behinderung?

Schneewittchen

Nemo

Der König der Löwen

 

3) „Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel – man weiß nie, was man bekommt.“ Von welchem Filmcharakter mit Behinderung stammt dieses Zitat?

Billy Elliott

Oliver Twist

Forrest Gump

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