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MIRI-Meilenstein

Integration von Infrarot-Kamera ist abgeschlossen

Mit der erfolgreichen Integration der MIRI-Kamera in das „Integrated Science Instrument Module“ (ISIM) des James Webb Space Telescope (JWST) wurde ein weiterer bedeutender Programm-Meilenstein erreicht.

Integration von MIRI in das „Integrated Science Instrument Module“ (ISIM) des Weltraumteleskops JWST

Zurückblicken bis zum Urknall in unserer Milchstraße

Das Mid-Infrared Instrument MIRI, eine Kamera mit Spektrometern für den mittleren Infrarotbereich, wurde für das James Webb Space Telescope (JWST), das Nachfolger des berühmten Hubble-Teleskops, entwickelt und gebaut. MIRI wird an Bord des Weltraumteleskops das Universum in Wellenlängenbereichen absuchen, die von der Erde aus nicht oder nur schwer erfasst werden können.

MIRI soll die ältesten Lichtquellen im Universum aufspüren, die Entstehung von Galaxien und dunkler Materie ergründen, und die Geburt und Anfangsstadien von Sternen erforschen.

MIRI wurde von einem europäischen Konsortium sowie vom Jet Propulsion Laboratory und Goddard Space Flight Center der NASA entwickelt. Airbus Defence and Space zeichnet für das europäische Projektmanagement verantwortlich und leitet die Entwicklung der Instrumentensysteme.

Grünes Licht für die Integration

Nach der Ankunft von MIRI am Goddard Space Flight Center (GSFC) im Norden von Washington, D.C., im Mai 2012 wurden die elektrischen und optischen Systeme der Kamera verschiedenen Prüfungen unterzogen, um sicherzustellen, dass sie den Transport unbeschadet überstanden hatte und integriert werden konnte. Alle diese Tests verliefen ohne jegliche Probleme und somit erhielt MIRI grünes Licht für die Integration. Obwohl MIRI als erstes der vier Bordinstrumente am GSFC eintraf, wurde es erst als zweites integriert. Die am 29. April 2013 erfolgten Arbeiten dauerten rund fünf Stunden.

Integration von MIRI in das „Integrated Science Instrument Module“ (ISIM) des Weltraumteleskops JWST

Nächste Etappe

Nun, da MIRI integriert ist, richtet sich der Fokus am GSFC, bei der europäischen Weltraumorganisation ESA und im Konsortium auf die erste Erprobung im kryogenen Vakuum, in deren Rahmen die Instrumente und ISIM-Struktur auf Betriebstemperaturen herabgekühlt werden. Die Tests beginnen mit einer Leistungsüberprüfung des Teleskops.

Fotos © NASA

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