Airbus Defence and Space

Krokodil „frisst“ Satelliten!

Im Rahmen der Startvorbereitungen ist der europäische Eisforschungssatellit CryoSat-2 ist am Weltraumbahnhof Baikonur (Kasachstan) von einem „Krokodil“ verschlungen worden.

Krokodil_CryosatEin Spezialfahrzeug – wegen seiner großen Ladeklappe auch Krokodil genannt – hat die Dnjepr-Raketenspitze (Space Head Module) mit dem von Airbus Defence and Space gebauten Satelliten aufgenommen und zum Startsilo transportiert. Die Trägerrakete Dnjepr soll aus einem Silo heraus ins All starten und CryoSat-2 auf seine polare Umlaufbahn bringen.

Die CryoSat-Mission ist eine der so genannten Earth Explorer Missionen der ESA, die im Rahmen ihres „Living Planet“ Programms realisiert werden.

Die CryoSat-Mission soll vor allem die polaren Eismassen und die Meereisbedeckung vermessen, die zusammen die Strahlungsbilanz der Erde stark beeinflussen. Aufgrund eines schnellen Abschmelzens der Eiskappen Grönlands und der Antarktis könnte das Schmelzwasser die großen Meeresströmungen beeinflussen – mit unvorhersehbaren Folgen für das Weltklima. Wissenschaftler vermuten zwar, dass die polaren Eismassen infolge der Erderwärmung stark zurückgehen, bisher gibt es aber wenige, punktuell erhobene Daten über die riesigen unbewohnten und schwer zugänglichen Polarregionen. Der Radarsatellit CryoSat-2 wird dieses Informationsdefizit beheben und den Forschern einen globalen Überblick verschaffen.

Airbus Defence and Space ist Hauptauftragnehmer für CryoSat-2 und somit für ein aus 31 Unternehmen aus 17 Ländern bestehendes Konsortium verantwortlich. Airbus Defence and Space in Friedrichshafen baute die Satelliten-Plattform und integrierte alle Instrumente. Airbus Defence and Space ist auch für die Leistungsfähigkeit des gesamten Satelliten gegenüber dem Auftraggeber, der ESA, verantwortlich.

 

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