Airbus Defence and Space

Airbus Defence and Spaces SEVIRI hat jede Wetterlage im Blick

Kernstück des MSG-3-Satelliten

Das wichtigste Instrument an Bord des Wettersatelliten MSG-3, der mit dem nächsten Ariane-5-Flug starten soll, ist das von Airbus Defence and Space entwickelte und gebaute hochauflösende Radiometer SEVIRI. SEVIRI (Spinning Enhanced Visible and Infrared Imager) erstellt Wetterkarten für die Wettervorhersage von Meteorologen auf der ganzen Welt.

Der am 5. Juli am Abend vom europäischen Raumfahrtzentrum in Kourou, Französisch-Guayana, geplante Start des MSG-3 wird die Kontinuität der Beobachtungen aus der geostationären Umlaufbahn in 36.000 km Höhe über der Erde sichern. MSG-3 ist der dritte Satellit aus der Reihe „Meteosat Second Generation“. Airbus Defence and Space ist Hauptauftragnehmer für die Trägerrakete Ariane 5, die MSG-3/SEVIRI im Orbit absetzen wird.

Das MSG-Satellitensystem ist ein gemeinsames Projekt der Europäischen Weltraumorganisation ESA und des europäischen Wettersatellitenbetreibers EUMETSAT. Die MSG-Satelliten werden von einem europäischen Konsortium unter Leitung von Thales Alenia Space hergestellt. Airbus Defence and Space ist Schlüsselpartner für die wichtigsten Programmkomponenten. Neben dem SEVIRI-Radiometer liefert Airbus Defence and Space kritische Systemteile für MSG-3, wie Stromversorgung, Lage- und Bahnregelungssystem sowie das Satellitenantriebssystem, und entwickelte das von EUMETSAT verwendete zentrale Bildverarbeitungstool.

Kernstück des MSG-3-Satelliten: SEVIRI

SEVIRI: das meteorologische Hochleistungsinstrument für das MSG-3

SEVIRI verkörpert entscheidende Fortschritte gegenüber Meteosat-Radiometern der ersten Generation. Die Beobachtungskapazitäten wurden von vormals drei auf nun zwölf Spektralkanäle erweitert. Der Auflösungsfaktor ist dreimal so hoch wie der früherer Radiometer (bis zu einem Kilometer), wodurch das Instrument lokale Wettervorgänge genau zum gewünschten Zeitpunkt am gewünschten Ort ins Visier nehmen kann. Außerdem ist SEVIRI in der Lage, das gesamte Beobachtungsgebiet in nur 15 Minuten, statt früher 30 Minuten, zu scannen.

An Bord von MSG-3 befindet sich das dritte SEVIRI und zehnte Radiometer, das Airbus Defence and Space für die Meteosat-Konstellation entworfen und gebaut hat. Die ersten Exemplare waren bis zu 19 Jahre im Weltraum in Betrieb. Seit dem ersten Einsatz von SEVIRI im Jahr 2004 hat sich dieses Modell weltweit als Referenz für das Design von Radiometern der nächsten Generation etabliert. SEVIRI ist das derzeit leistungsfähigste Wetterinstrument im geostationären Orbit.

Meteosat und MetOp: zwei komplementäre Systeme

MSG-Satelliten arbeiten Hand in Hand mit erdnahen Wettersatelliten wie der ebenfalls von Airbus Defence and Space für die ESA und EUMETSAT gebauten MetOp-Konstellation.

Die Meteosat-Satelliten sind in der geostationären Umlaufbahn postiert. Dort dauert ein Umlauf um die Erde genau solange, wie die Erde braucht, sich einmal um sich selbst zu drehen. Die geostationäre Umlaufbahn hat große Vorzüge, weil die Satelliten damit stets denselben Bereich der Erde im Blick haben. Doch auch aus 36.000 Kilometern Höhe ist nicht eine komplette Hälfte der Erde zu beobachten. Die Polargebiete im Norden und Suden entziehen sich den Blicken aus dieser Umlaufbahn genau über dem Äquator.

Das MetOp-Programm wird Europa Daten für Wetterprognosen und über das Klimageschehen liefern

Mit den MetOp-Satelliten verfügt Europa über ein eigenes System aus polarumlaufenden Wettersatelliten für die sehr genaue Erdbeobachtung jeder Winkel der Erde aus dem erdnahen Orbit in 840 km Höhe. Der Start des MetOp-B-Satelliten ist für September 2012 geplant.

Pressemitteilung

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