Airbus Defence and Space

MetOp: Und jetzt zum Wetter...

Weltweit der technisch ausgereifteste Wettersatellit

MetOp-A während der Akustiktests

Der unter Airbus Defence and Spaces Hauptauftrag- nehmerschaft für die Europäische Weltraumorganisation ESA und die Europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten Eumetsat gefertigte Wettersatellit MetOp-A befindet sich seit Oktober 2006 im Orbit und liefert Daten zur Verbesserung der Wettervorhersage und Klimabeobachtung.

Dieser Satellit ist einer von drei von Airbus Defence and Space entwickelten und hergestellten baugleichen Satelliten mit einer jeweiligen Lebensdauer von fünf Jahren; ihre Mission ist auf rund 15 Jahre angesetzt.

MetOp-B startete am 17. September 2012. Der Start des dritten Satelliten, MetOp-C, ist für 2017/2018 vorgesehen.

MetOp-B in der Integration

Eine neue Ära der Meteorologie

Vor etwa zehn Jahren beschloss man in Europa, die vorhandenen geostationären Satelliten, die in einer Höhe von 36.000 Kilometern über der Erde positioniert sind, durch polarumlaufende zu ergänzen – und damit Partner in einem internationalen Satellitensystem zu werden, das bis dahin ausschließlich von der US-amerikanischen Wetterbehörde, der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) betrieben worden war. Polarumlaufende Satelliten umkreisen die Erde in relativ niedriger Höhe. Dadurch sind einerseits sehr genaue Beobachtungen der atmosphärischen Bedingungen möglich, auf der anderen Seite kann innerhalb von wenigen Tagen jeder Winkel der Erde abgetastet werden.

Mit den MetOp-Satelliten trägt Europa seinen Teil zur Zusammenarbeit von Eumetsat und dessen amerikanischem Pendant NOAA bei und verfügt endlich über ein eigenes System aus polarumlaufenden Wettersatelliten für die Erdbeobachtung aus dem erdnahen Orbit in rund 820 km Höhe. Europa zeichnet für den so genannten Morgenorbit verantwortlich, während die USA weiterhin mittels der NOAA-Satelliten für die Abdeckung des Nachmittagsorbits sorgen. Eine einheitliche und kontinuierliche Erfassung ist der Schlüssel zu hochwertigen Daten – deshalb einigten sich Eumetsat und NOAA, die Satelliten mit baugleichen Instrumenten (drei davon von Airbus Defence and Space bereitgestellt) zu bestücken.

MetOp: Wettersatelliten für die weltweite Erdbeobachtung aus dem erdnahen Orbit © ESA

Das MetOp-Programm verfolgt mit der Datenlieferung für die Wettervorhersage ein mittelfristiges, mit der Klimaüberwachung dagegen ein auf lange Sicht angelegtes Ziel.

Wettervorhersagen sind durch MetOp präziser geworden und gelten heute auch dann als zuverlässig, wenn sie bereits sechs Tage im Voraus erstellt werden. Vor MetOp waren fünf Tage die Höchstgrenze. MetOp stellt allein über 26 Prozent der von europäischen Meteorologen verwendeten Daten bereit, der Rest wird von amerikanischen Satelliten und Satelliten im geostationären Orbit sowie von Ballons, Flugzeugen und boden- bzw. seegestützten Sendeanlagen geliefert.

MetOp: Neuer Blick auf das weltweite Wettergeschehen

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