Airbus Defence and Space

Mit SAFER im Notfall richtig handeln

Der SAFER-Dienst liefert an der Rettungskräften den entscheidenden Informationen

Der EU SAFER-Dienst ist von der Airbus Defence and Space Division koordiniert

Ob bei den Überschwemmungen in Pakistan, den Flächenbränden in Griechenland oder dem Erdbeben in Haiti: Einsatzkräfte brauchen bei Naturkatastrophen möglichst schnell verlässliche Daten zur Lage vor Ort. Das SAFER (Services and Applications For Emergency Response) Projekt verarbeitet Satellitenbilder zu Karten, die den Sicherheits- und Zivilschutzbehörden und deren Einsatzkräften die Arbeit erleichtern.

Der von Spot Image gesteuerte SAFER-Dienst stützt sich auf die Kompetenzen und Kenntnisse von 54 auf Risikomanagement und Erdbeobachtung spezialisierten Partnerunternehmen und -organisationen aus 16 Ländern. Das Konsortium umfasst Endnutzer (wie die nationalen Zivilschutzorganisationen der EU-Länder und regierungsunabhängige Organisationen), Dienstleister (wie Infoterra, SERTIT und Telespazio) sowie Raumfahrtbehörden und Forschungsinstitute.

Nach dem Projektstart im Januar 2009 begann der erste reguläre Betrieb für das SAFER-System mit seiner rund um die Uhr verfügbaren Bereitschaftszentrale im April 2009. Seitdem veranlasst SAFER, sobald eine Zivilschutzorganisation die Aktivierung beantragt, die Aufnahme von Satellitenbildern und liefert innerhalb von sechs Stunden erste Referenzkarten. Lagebilder und Lagebewertungskarten sollen für Europa und den Mittelmeerraum binnen 24 Stunden, für den Rest der Welt innerhalb von 36 Stunden verfügbar sein. Zusätzlich werden Produkte zur Krisenbeobachtung und spezifische Produkte für verschiedene Arten von Notfallsituationen bereitgestellt. Neben Krisenreaktionsstrukturen unterstützen die SAFER-Tools auch Wiederaufbau und Sanierung und ermöglichen eine bessere Präventionsarbeit. Diese Optimierung der gesamten Informationskette, von der Erfassung erster Lagedaten über deren Vermittlung an den „Focal Point“ (Schnittstelle Dienstleister / Nutzer) bis hin zur Lieferung der Daten an die Entscheidungsträger und Einsatzkräfte vor Ort, ist unerlässlich. Die Koordination aller Projektteilnehmer durch Infoterra und die zeitnahen Reaktionen der Satellitenbetreiber und von Datenlieferanten wie Spot Image erlaubt den schnellen Abruf von Bildmaterial und eine rechtzeitige Bereitstellung der Datenprodukte.

Seit April 2009 wurde der Dienst in Europa und andernorts mehr als dreißigmal in Anspruch genommen, so beim Unwetter Xynthia in Frankreich, bei den Erdbeben in Haiti und Indonesien und bei verschiedenen Brandkatastrophen. Einige dieser Aktivierungen erfolgten in enger Zusammenarbeit mit Projektbeteiligten und Unterzeichnern der Internationalen Charta für Weltraum und Naturkatastrophen im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung zwischen SAFER und dem Lenkungsausschuss der Charta.

Obwohl der Hochlauf der operativen GMES-Einsatzstrukturen noch gar nicht abgeschlossen ist, hat das auf drei Jahre angesetzte Projekt schon im ersten Betriebsjahr die Effizienz des Modells und Europas Fähigkeit bestätigt, auch bei Naturkatastrophen und humanitären Krisensituationen größeren Umfangs konstruktive Unterstützung zu bieten. Neben dem SAFER-Projekt strebt Spot Image auch nach einer zentralen Funktion bei der Organisation und Steuerung von Krisenmanagement-Diensten im Rahmen der GMES-Initiative.

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