Airbus Defence and Space

Neuer Blick auf das Erdschwerefeld

Das präziseste je erstellte globale Gravitationsmodell

Nach nur zwei Jahren in der Umlaufbahn hat der europäische Forschungssatellit GOCE, in deren Rahmen Airbus Defence and Space für die Konstruktion sowie den Bau der innovativen Plattform verantwortlich war, genügend Daten zusammentragen, um das Schwerefeld der Erde mit bisher unerreichter Genauigkeit zu kartieren. Das neue Mordell wurde am 31. März vorgestellt.

Der von Airbus Defence and Space gebauten Satellitenplattform mit ihrer feinfühligen Lageregelung kommt dabei entscheidende Bedeutung der Mission zu.

Ziel der im März 2009 gestarteten GOCE-Mission der Europäischen Weltraumorganisation ESA ist es, Modelle des irdischen Schwerefelds und der dazugehörigen Äquipotenzialfläche (das „Geoid“) auf globalem Maßstab mit hoher räumlicher Auflösung und äußerster Präzision zu liefern. Dies beiträgt nicht nur dazu, unser Verständnis von der Struktur des Erdinneren und den seismischen Prozessen zu erweitern, es wird auch Aspekte der Ozeanzirkulation, der Topografie und Entwicklung der Eisdecke und somit der globalen Änderung des Meeresspiegels erhellen.

Neues GOCE-Geoid (© ESA)

Links: Das neue GOCE-Geoid (© ESA)

Die Gravitation beeinflusst auf der Erde zahlreiche dynamische Vorgänge von ausschlaggebender Bedeutung für den weltweiten Energiehaushalt, z. B. die seismische Aktivität und den Strömungskreislauf der Ozeane. Die von GOCE erfassten „topographischen“ Daten des Erdschwerefeldes werden genutzt, um unser Wissen in den Bereichen Meereskunde, irdische Festkörperphysik und Geodäsie zu vertiefen, um weltweit die Höhe der Meeresspiegel zu messen sowie um Klimamodelle und -prognosen zu optimieren. Doch auch praktische Anwendungsgebiete wie die Landvermessung profitieren davon.

Satelliten bieten die einzige Möglichkeit, das gesamte Schwerkraftfeld der Erde einheitlich zu vermessen.

ErdbeobachtungGOCE