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NIRSpec Tests: Summa Cum Laude

Ein toller Erfolg für das „Superauge“ des Hubble-Nachfolgers JWST

Ein toller Erfolg für die NIRSpec Ingenieur-Teams aus Ottobrunn und Friedrichshafen: Die ersten Instrumenten - Thermal-Vakuum Tests sind erfolgreich durchgeführt wurden und es gab Extra-Lob vom Kunden.

NIRSpec (Near Infrared Spectrograph) ist das Herzstück des Hubble Nachfolger‚ James Webb Space Telescope’ (JWST). Für den aktuellen Test, der bei der IABG in Ottobrunn von Mitte Januar bis zum 4. März 2011 lief, wurde die Testumgebung des Flugmodells bis auf einen Wert von minus 250 Grad Celsius abgekühlt und dann um 20 Grad erwärmt, um unter tatsächlichen Arbeitstemperaturen die Funktionen des Instruments zu testen. Um die für den Test benötigten extrem niedrigen Temperaturen herzustellen, musste eigens eine neue Temperaturkammer gebaut werden, die die Temperaturen wie auch die späteren Lichtverhältnisse herstellen kann. Über 60 Tage lang liefen die Tests rund um die Uhr, sieben Tage die Woche.

Das Airbus Defence and Space Design zeigte sich selbst bei den extrem niedrigen Temperaturen als absolut geeignet, das Instrument ist perfekt justiert. Und auch die mechanischen Teile konnten ihre Missionstauglichkeit nachweisen. Die Empfindlichkeit des NIRSpec Instruments ist einzigartig, es kann selbst schwächste Infrarotstrahlung aus sehr großen Entfernungen messen. So könnte es von der Erde aus ein entflammendes Streichholz auf dem Mond aufspüren.

Ralf Maurer, NIRSpec Projektleiter freute sich über die erfolgreichen Tests: „Alle Tests sind beeindruckend positiv verlaufen und wir können sagen, das NIRSpec nun eindeutig für den Weltraum gerüstet ist. Mein Dank gilt dem gesamten Team, das wirklich hervorragende Arbeit geleistet hat.“

Beeindruckt von den Testergebnissen zeigte sich auch der Kunde, in diesem Fall eine Wissenschaftlergruppe der ESA: „Airbus Defence and Space hat ein hervorragendes Instrument gebaut“, lautete der einhellige Kommentar.

NIRSpec wird von Airbus Defence and Space als Hauptauftragnehmer im Auftrag der ESA produziert. Das Spektrometer wird künftig bis zu einhundert Himmelskörper, wie Galaxien und Sterne, in mehreren Spektralauflösungen erfassen können und dem JWST-Weltraumteleskop somit die gleichzeitige Beobachtung großer Teile des Weltraums in bisher unerreichter Tiefe ermöglichen. Das 200 kg leichte NIRSpec muss auf der JWST-Umlaufbahn 1,5 Millionen km von der Erde entfernt Temperaturen von -238 °C aushalten.

Neben NIRSpec ist Airbus Defence and Space in Großbritannien auch an der Entwicklung eines anderen wichtigen JWST-Instruments beteiligt: des Mid-Infrared Instrument (MIRI), einer Kamera mit Spektrometern für den mittleren Infrarotbereich. MIRI soll die frühesten Lichtquellen, die Bildung von Galaxien und die Entstehung von Sternen erforschen.

Da noch äußerst umfangreiche Integrations- und Testarbeiten bei der NASA erforderlich sind, kann JWST frühestens 2015 an Bord einer Ariane 5 zu seiner Mission starten.

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