Airbus Defence and Space

Der Lander, der mit Rosetta in Richtung Zielkomet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko durchs All reist, ist vergangenen Freitagvor 10 Tagen aus dem Tiefschlaf erwacht.

Nachdem die Ingenieure bereits um sieben Uhr morgens (CET) die Software, die Lander Philae wachrufen sollte, zur Sonde gesandt hatten, mussten sich alle Anwesenden im Kölner Kontrollraum des DLR-Nutzerzentrums für Weltraumexperimente (MUSC) in Geduld üben, denn das Zeitfenster für die ersehnte Rückmeldung öffnete sich erst zwischen 14 und 15.40 Uhr. Um exakt 15.36 Uhr (CET) war es dann soweit: Philae war per Funkbefehl aus 655 Millionen Kilometern Entfernung erfolgreich aktiviert. Onboard Computer, Software, Heizsysteme – alles läuft nominell.

Während der nächsten vier Wochen werden der Lander selbst, alle Subsysteme und die zehn Instrumente, die er an Bord mit sich führt, eingeschaltet und auf Herz und Nieren geprüft werden. Airbus Defence and Space (vormals Airbus Defence and Space) in Friedrichshafen ist für die technische Betreuung von Rosetta und Philae verantwortlich.

Das dreibeinige Landegerät soll – wenn alles klappt – im November von der Weltraumsonde Rosetta auf dem Zielkometen abgesetzt werden, um ihn einige Monate lang zu untersuchen.

Knapp vier Millionen Kilometer müssen Sonde und Lander jetzt noch zurücklegen, bis sie ihr Ziel, den Kometen Tschuryumov-Gerasimenko, erreichen. Gute Reise…

 

Bildunterschriften:

Bild 1: Der große Moment: Philae sendet erste Daten.

Bild 2: v.l.n.r. stehend: Georg Abt von Airbus Defence and Space, er hat den Lander integriert und getestet, Prof Bernd Feuerbacher, einer der Mit-Initiatoren von Philae und ESA-Wissenschaftler Gerhard Schwehm freuen sich über die guten Nachrichten aus den Tiefen des Alls.

Bild 3: Unscheinbar, und doch das Tor zum All: Das DLR-Nutzerzentrum für Weltraumexperimente (MUSC) in Köln.

 

Kontakt: Günther Lautenschläger

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