Airbus Defence and Space

Sechs Airbus Defence and Space-Satelliten gleichzeitig

Der Start ist für Mitte Dezember vorgesehen

Sojus soll bei zweitem Start von Kourou sechs Airbus Defence and Space-Satelliten ins Weltall bringen

Airbus Defence and Space ist Hauptauftragnehmer der sechs Satelliten, die am Mitte Dezember dieses Jahres an Bord der zweiten Sojus-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana aus ihren Weg in den Weltraum antreten werden.

Der sehr hoch auflösende Erdbeobachtungssatellit Pléiades 1 hat den Airbus Defence and Space-Standort Toulouse kürzlich bereits in Richtung Kourou verlassen. Die vier Satelliten der ELISA-Formation und der chilenische SSOT-Satellit sind am 21. Oktober in Kourou angekommen.

Für Airbus Defence and Space bedeutet dies eine Premiere: Noch nie zuvor wurden sechs seiner Satelliten gleichzeitig gestartet.

Pléiades 1 ist der erste der beiden sehr hoch auflösenden (VHR: Very High Resolution) Satelliten der Pléiades-Konstellation, die im Auftrag der französischen Raumfahrtbehörde CNES bei Airbus Defence and Space in Toulouse gefertigt wurden. Der Start des baugleichen Satelliten Pléiades 2 wird in etwa einem Jahr erfolgen.

Nach ihrer Ankunft im Weltall wird jeder der Satelliten Bilder an das französische und spanische Verteidigungsministerium und an zivile Nutzer liefern. Diese extrem flexiblen Satelliten bieten eine beispiellose Aufnahmekapazität und beweisen mit ihrer raschen Zielausrichtung auf jedes Gebiet eine außergewöhnliche Wendigkeit, die eine Vielzahl von Aufnahmemodi wie Stereo- oder Mosaikaufnahmen sowie die Erfassung einzelner Gebiete ermöglicht.

Aus ihrer Umlaufbahn in 700 Kilometern Höhe werden die beiden Satelliten der Pléiades-Konstellation nachbearbeitete Bilder mit einer Bodenauflösung von bis zu 50 Zentimetern bei einer Streifenbreite von 20 Kilometern bereitstellen können.

Die vier Satelliten des Systemdemonstrators ELISA, die ebenfalls auf der Myriade-Plattform basieren und von Airbus Defence and Space gemeinsam mit Thales Systèmes Aéroportés für Frankreichs Rüstungsbehörde DGA (Direction générale de l’armement) und CNES gefertigt wurden. Das System ELISA soll Radarsender überall auf der Welt erkennen und kartieren.

SSOT („Sistema Satelital para la Observación de la Tierra“), der neueste Erdbeobachtungssatellit, der von Airbus Defence and Space in seiner Rolle als Export-Weltmeister bei Erdbeobachtungssystemen ausgeführt wurde. Der Ende 2008 von Chiles Regierung bestellte Satellit basiert auf zwei Produktfamilien: der in Zusammenarbeit mit CNES entwickelten Plattform Myriade sowie den Naomi Optical Instruments, eine Reihe optischer Instrumente aus Siliziumkarbid, die von Airbus Defence and Space wiederholt zur Bilderfassung eingesetzt wurden.

Den Start dieser sechs Satelliten ermöglicht der Airbus Defence and Space-Standort Barajas nahe Madrid mit seiner vor Ort hergestellten Satellitenaufnahmevorrichtung.

ELISAPléiadesSSOT