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SMOS: Salz und Wasser

Der neueste Satellit zur Erforschung der Ozeane ist SMOS, der mit einem Rockot-Träger vom nordrussischen Weltraumbahnhof Plessezk im November 2009 gestartet wurde.

 SMOS (Soil Moisture and Ocean Salinity) wurde von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) im Rahmen ihres Programms „Living Planet“ als zweiter Earth-Explorer-Satellit für eine Ergänzungsmission („Opportunity Mission“) ausgewählt. Der Satellit wird die Erde einmal alle drei Tage umrunden und dabei durch Messungen der Bodenfeuchtigkeit auf dem Festland und des Salzgehalts der Weltmeere den globalen Wasserkreislauf dokumentieren. Diese zwei Parameter werden die Forscher in der Frage, wie das Wasser um den Blauen Planeten zirkuliert, ein großes Stück voranbringen sowie neue Erkenntnisse über das Erdklima und seine Veränderung zu Tage fördern.

Obwohl Festlandböden nur 0,001% der weltweiten Wasservorkommen enthalten (die Ozeane machen 96,5% aus) hat die Bodenfeuchte entscheidenden Einfluss auf Temperaturen, Luftfeuchtigkeit und Niederschläge auf der Erde. Genauere Daten zur Bodenfeuchte werden die Möglichkeiten zur Vorhersage kurz- und mittelfristiger Wettermuster verbessern und weitere Aufschlüsse über den Kohlenstoffkreislauf der Erde liefern. Der Salzgehalt der Ozeane wiederum bestimmt in Verbindung mit der Oberflächentemperatur die Dichte des Meerwassers, einen Faktor von zentraler Bedeutung für die Strömungsbewegungen der Weltmeere – und damit für einen kritischen Prozess im weltweiten Klimasystem.

 

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