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Venus Express

Airbus Defence and Space ist Hauptauftragnehmer der ESA für den Entwurf und die Entwicklung von Venus Express, der ersten europäischen Sonde, die zur Venus fliegen soll.

Venus Express startete im November 2005 mit einer Rakete vom Typ Sojus-Fregat vom Kosmodrom Baïkonur in Kasachstan. Nach einer fünfmonatigen Reise wird sich die tatsächliche Venusmission über zwei Venus-Tage (etwa 486 Erdtage) erstrecken. Aufgrund der langsamen Eigenrotation ist ein Venustag länger als ein Venusjahr. Dieser erfolgreichen Mission wurde bereits- basierend auf einer erfolgreichen Zwischenrevision im Laufe des Jahres 2012 - eine Verlängerung bis zum 31. Dezember 2014 zugesagt.

Die Analyse der vorherrschenden Bedingungen in der Atmosphäre und näheren Umgebung der Venus ist von entscheidender Bedeutung, um den langfristigen klimatischen Entwicklungsprozess auf der Erde zu verstehen. Die Mission von Venus-Express ist die globale Untersuchung der Venusatmosphäre bezüglich ihrer Struktur, Zusammensetzung und Dynamik aus einer Höhe von 250 km. Zu diesem Zweck ist die Sonde mit sieben wissenschaftlichen Instrumenten ausgerüstet: Spektrometer, Spektralkameras und Kameras für unterschiedliche Wellenlängenbereiche (UV, IR) sowie ein Plasmaanalysator.

Durch die Wiederverwendung der Sondenkonstruktion von Mars Express sowie der Reserveinstrumente aus früheren Mars-Express- und Rosetta-Programmen (Airbus Defence and Space war Hauptauftragnehmer für beide) konnte Venus Express einer dreifachen Herausforderung gerecht werden: der Erfüllung der wissenschaftlichen Zielsetzungen, der Kosteneffizienz und des beispiellosen Entwicklungszeitplans.

Die Mission Venus Express liefert faszinierende Daten über das spektakuläre Wettersystem der Venus, das immer noch von unerforschten Kräften beherrscht wird, die zu orkanartigen Stürmen und Zwillingswirbeln (doppelter Vortex) über den beiden Polen des Planeten führen.