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Weltraumrobotik von Airbus Defence and Space aus Bremen

Vorbereitet für die Zukunft

Das Robotiklabor prüft Zukunftsfähigkeit von Schlüssel-Technologien für die Raumfahrt

Der Airbus Defence and Space-Standort Bremen spielt in der europäischen Weltraumrobotik eine immer bedeutendere Rolle. „Wir sind vorbereitet für die Anforderungen der Raumfahrt der Zukunft“, sagt Dr. Peter Kyr, Leiter des Robotiklabors bei Airbus Defence and Space Bremen. „Egal ob Exploration zum Mond oder Mars, die Beseitigung von Weltraumschrott oder die Reparatur und Wartung von Satelliten – Airbus Defence and Space will die erklärten Herausforderungen neuer europäischer und internationaler Raumfahrtziele als führender Kompetenzträger entscheidend mitgestalten.“ Robotik nimmt dabei eine zentrale Rolle ein.

Die Robotik-Kompetenz am Standort Bremen geht auf eine jahrzehntelange Tradition zurück. Aufbauend auf den Erfahrungen des ISS-Roboterarms Rokviss, des Raumtransporters ATV oder der Entwicklung von Landing-Technologien hat Airbus Defence and Space sukzessive seine Fähigkeiten im Bereich Weltraumrobotik ausgebaut.

Die Ergebnisse der Simulationen fließen in die Entwicklung neuer Algorithmen ein

Hier fließen die Ergebnisse der Simulationen in die Entwicklung neuer Algorithmen ein. Den Ingenieuren des Robotiklabors ist es möglich, alle Schnittstellen des Systems – Robotik, Sensorik, das „Gehirn“, die Steuerung und Bodenanlagen – zusammenzufügen und ganzheitlich zu testen.

Das Robotiklabor in Bremen ist zu einem internationalen Kompetenzzentrum für die Entwicklung von Robotik-Technologien für einen vielseitigen Einsatz in unterschiedlichen Missionen, Studien und Forschungsprojekten geworden. „Wir haben es geschafft eine verlässliche Expertise am Standort zu schaffen, um uns langfristig als einer der Top-Experten weltweit für Weltraumrobotik zu etablieren“, so Dr. Peter Kyr. Dabei sind es zwei Themen, die Robotik aus Bremen im Schwerpunkt bedient: Weltraum-Exploration sowie Satelliten-Servicing und Debris Removal. Airbus Defence and Space folgt in seiner Ausrichtung den Zielsetzungen des DLR, das jüngst erst die Weltraumrobotik als eines der wichtigsten Themen für die Raumfahrtbranche in Deutschland benannt hat. Airbus Defence and Space will diesen Weg entscheidend mitgestalten, nicht nur national, sondern auch international“.

Die Bremer Ingenieure richten den siebengelenkigen Labor-Roboterarm für einen neuen Testaufbau aus

Die beiden Bremer Ingenieure Manfred Dörmer und Ralf Regele (v.l.) richten den siebengelenkigen Labor-Roboterarm für einen neuen Testaufbau aus. Das Besondere dieser Technologie ist die Fähigkeit des Armes, unerwartete Rückstöße oder unkontrollierte Bewegungen des Zielobjektes auszugleichen und damit sanft zuzugreifen.

Hintergrund für das gesteigerte weltweite Engagement im Bereich der Weltraumrobotik ist unter anderem die ständig zunehmende Anzahl von Satelliten und Weltraumschrott im All. Dadurch steigt auch die Gefahr von Kollisionen. Systemlösungen, um havarierte Satelliten aus den überfüllten Umlaufbahnen zu bergen, fehlen bislang völlig. Diese Lücke sollen die Entwicklungen bei Airbus Defence and Space schließen. Dafür werden in Bremen die erforderlichen Technologien erprobt und qualifiziert. Dazu gehören Manöver, wie das Finden und Anfliegen eines trudelnden Satelliten, das zerstörungsfreie Einfangen und Manipulieren bis hin zum kontrollierten Entsorgen oder Warten des Satelliten.

Hier entwickeln Bremer Ingenieure Robotiksysteme der Zukunft

Eigentlich ist es ein ganz normales Büro am Airbus Defence and Space-Standort Bremen – wären da nicht die Modelle zukünftiger Mondfahrzeuge, Satellitenstrukturen und Roboterarme vor einer illustrierten Mondlandschaft. Hier entwickeln Bremer Ingenieure Robotiksysteme der Zukunft.

Eine Reihe aktueller und bereits abgeschlossener Studien – teilweise in enger Kooperation mit dem DLR, dem DFKI, Forschungseinrichtungen und Wissenschaftlern – haben die qualifizierten Expertisen bei Airbus Defence and Space geschaffen. Zu den wichtigsten Projekten gehören die Missionsvorbereitung für eine „Deutsche Orbitale Servicing Mission“ (DEOS), die Studie RTES (Robotische Technologien zur Entsorgung von Weltraumschrott) in Fortsetzung des Verbundprojektes INVERITAS (Innovative Technologies for Relative Navigation and Capture), sowie die eigenfinanzierte Studie HADR (Heavy Active Debris Removal).

Aufbau von Sensorikkomponenten, die für die zielgenaue Annäherung an ausgefallene Satelliten notwendig sind

Mit der Entwicklung von Robotiktechnologien will Airbus Defence and Space seine Kompetenz für zukünftige Missionen, wie Satellite Servicing oder Debris Removal, ausbauen und demonstrieren. Hier arbeiten die Ingenieure Manfred Dörmer, Ralf Regele und Pau Vilimelis Aceituno (v.l.) am Aufbau von Sensorikkomponenten, die für die zielgenaue Annäherung an ausgefallene Satelliten notwendig sind.

Auch im Bereich der Exploration für die Erforschung des Weltraums ist das Kompetenzteam im Bremer Robotik-Labor federführend. Ob europäische Missionen zum Mond, zum Mars oder Asteroiden, oder als Unterstützung für Astronauten im Weltall – Airbus Defence and Space hat seine Expertise im Bereich Exploration unterstrichen.

„Wir sind überzeugt, dass die Weltraumrobotik in Verbindung mit Exploration und dem wachsenden Bedarf an Servicedienstleistungen eines der wichtigsten Themen der zukünftigen Raumfahrt sein wird“, erklärt Dr. Kyr. Das Robotiklabor in Bremen ist vorbereitet.

 

 

 

 

 


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