Airbus Defence and Space

Sicherheit und Verteidigung Alle Features

Zuverlässige Unterstützung im Notfall

Airbus Defence and Space Services entwickelt eine Reihe von neuen Dienstleistungen für die zivile Sicherheit

Immer wieder wird die Notwendigkeit der Zusammenarbeit und operativer Vernetzung zwischen den verschiedenen Stellen deutlich, die an Rettungsmaßnahmen nach Unfällen und Katastrophen beteiligt sind.

Airbus Defence and Space entwickelt derzeit eine Reihe von neuen Dienstleistungen für die zivile Sicherheit. Dazu zählt auch die „Incident Management Platform“ (IMP), eine Hardware- und Software-Plattform, in der Kommunikation, Überwachung, Kommando- und Steuereingaben sowie Geodaten zur Organisation und Abstimmung von Hilfsmaßnahmen im Notfall zusammengeführt werden.

 

Wenn über Leben oder Tod vielleicht nur Sekunden entscheiden, muss unbedingt dafür gesorgt werden, dass alle an den Rettungsmaßnahmen beteiligten Seiten reibungslos und effizient zusammenarbeiten können.

Die folgende Beschreibung eines Unglücks in England mit Verkettung mehrerer Ereignisse und Beteiligung verschiedener Rettungskräfte ist fiktiv (in der Realität aber leider durchaus vorstellbar). Alle erwähnten Airbus Defence and Space-Produkte, Dienstleistungen und -Fähigkeiten entsprechen jedoch hundertprozentig der Realität. Entweder werden sie heute schon angeboten oder befinden sich derzeit in der Entwicklung.

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1:45 Uhr: Auf dem Heimweg nach einem gemeinsamen Abend bemerken einige junge Männer Flammen im Verkaufsraum eines Autohändlers. Schnell setzen sie einen Tweet auf Twitter ab und versuchen dann, das Feuer zu löschen. Sie zerschlagen ein Fenster, um in den Verkaufsraum zu gelangen, woraufhin die plötzlich einströmende Luft die Flammen aber nur weiter anfacht. 1:55 Uhr: Der Tank eines der Fahrzeuge im Verkaufsraum explodiert, und die Männer werden schwer verletzt. 1:56 Uhr: Der Fahrer eines vorbeikommenden Wagens wird durch die Explosion abgelenkt und verursacht einen Unfall. Ein Insasse rettet sich verletzt aus dem Auto.

1:59 Uhr: Beamte auf der örtlichen Polizeiwache, die Twitter mitverfolgen, sehen die Nachrichten über ein Feuer bei einer Autowerkstatt in ihrer Nähe. Kurz darauf geht auch ein Notruf eines Unfallbeteiligten ein, der außerdem von einer Explosion berichtet. 2:04 Uhr: Feuerwehr, Rettungsdienst und weitere Polizeistationen werden alarmiert. Das Ausmaß des Unglücks ist noch unklar, sodass zunächst zwei Löschfahrzeuge, ein Streifenwagen und eine Ambulanz an den Ort des Geschehens geschickt werden. Die Löschfahrzeuge sind mit Airbus Defence and Spaces fahrzeuggebundenem Datensystem VMDS (Vehicle Mounted Data System) ausgerüstet, dass die Feuerwehrleute automatisch zum Unglücksort navigiert und sie mit wichtigen Informationen im Zusammenhang mit dem Ereignis versorgt.

 

Die Rettungsmaßnahmen bei einem Unglück können die Koordination einer größeren Zahl beteiligter Stellen erforderlich machen – neben Polizei, Feuerwehr und Sanitätern gehören dazu u. U. auch Straßenmeistereien, Bahnbehörden, Versorgungsunternehmen oder Kommunalbehörden.

2:07 Uhr: Bei der Ankunft der Löschfahrzeuge explodiert ein zweiter Wagen. Nun steht der gesamte Ausstellungsraum in Flammen. Niemand weiß, wie viele verletzte Personen und weitere Fahrzeuge sich dort befinden. Hinzu kommt, dass seit der letzten Prüfung des Betriebs durch die Feuerwehr eine zusätzliche Werkstatt errichtet wurde. 02:08 Uhr: Der erste Rettungswagen trifft ein, ein zweiter wird angefordert.

2:09 Uhr: Das Feuer greift auf Nachbarhäuser über. Niemand weiß, ob sich innerhalb des Brandbereichs auch Gefahrstoffe befinden. Zwei weitere Löschfahrzeuge und eine Leiterbühne werden angefordert. 2:10 Uhr: Der erste Einsatzwagen der Polizei erreicht den Brandort. Absperrungs- und Evakuierungsmaßnahmen werden geplant. 2:12 Uhr: Weitere Polizeikräfte zur Koordinierung der Evakuierung werden angefordert.

2:15 Uhr: Die beiden verletzten Autoinsassen werden ins Krankenhaus gebracht. Airbus Defence and Spaces VMDS-Anwendung „Autodata“ lieferte nach Eingabe der Fahrzeugzulassung Daten zur Bauweise und zu den Schneidpunkten des Wagens.

2:17 Uhr: Das Feuer brennt mit unverminderter Heftigkeit weiter. 2:18 Uhr: Der zweite Rettungswagen trifft ein. Das Feuer wütet so stark, dass das Rettungsteam nur eines der Brandopfer am Rand des Geschehens versorgen kann. 2:20 Uhr: Zwei weitere Löschfahrzeuge und die Leiterbühne treffen ein. Außerdem soll aufgrund der Größenordnung des Brandes nun ein Befehlswagen (Command Support Unit, CSU) eingesetzt werden.


Die mobile „Incident Management Platform“ (IMP) von Airbus Defence and Space wird derzeit bei der nordirischen Feuerwehr in der Praxis getestet. Rettungskräfte erhalten damit eine Reihe zusätzlicher Sensorikfunktionen sowie die Möglichkeit der Verbindung von Einsatzkräften und der Erstellung eines gemeinsamen Einsatzbildes.

2:25 Uhr: Der Befehlswagen trifft ein, die taktische Einsatzleitung (Silver Command) wird eingerichtet. Spezialkameras von Airbus Defence and Space mit Schwenk-, Neige- und Zoomfunktion (PTZ) auf der Leiterbühne und dem Befehlswagen erfassen das Geschehen von oben. Die Feuerwehrleute tragen weitere Kameras am Körper, und zusätzlich werden auf Stativen Kameras aufgestellt, die miteinander ein Netzwerk bilden. Die taktische Einsatzleitung erhält damit Live-Videobilder vom gesamten Einsatzort, während die IMP-Software von Airbus Defence and Space automatisiert ein gemeinsames Einsatzbild erstellt, das mit Karten- und Sensordaten kombiniert wird.

2:30 Uhr: Die operativen Einsatzleiter von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst kommen im Befehlswagen zusammen. Die Einrichtung einer übergeordneten strategischen Einsatzleitung (Gold Command) wird angefordert. Absperrungen, besondere Gefahren etc. werden über die IMP erfasst. Das STEPS-Programm (Strategic Emergency Preparedness System) zeigt die Standorte gefährdeter Personen.

2:32 Uhr: Der Inhaber des Autohauses trifft ein und bestätigt, dass in der hinteren Werkstatt Tanks mit Acetylensauerstoff für das Autogenschweißen stehen, was für die Umgebung eine große Gefahr bedeutet. Die Ausbreitung des Brands wird mit der Airbus Defence and Space-Kamera auf der Leiterbühne überwacht. Der Befehlswagen empfängt Infrarotaufnahmen, die eine kontinuierliche Bewertung des Risikos ermöglichen. Änderungen bei der Richtung, den Absperrungen, Plänen etc. werden über die IMP sofort an alle beteiligten Teams weitergegeben.


Zu den Sensoren, die Airbus Defence and Space bereitstellen kann, zählen Kameras, die wie oben an Masten auf Befehlswagen und mobilen Einsatzleitstellen montiert werden und Lagebilder liefern.

2:35 Uhr: Die strategische Einsatzleitung im örtlichen Polizeipräsidium ist eingerichtet und erhält über eine eigene Satellitenverbindung mittels IMP von Airbus Defence and Space das gemeinsame Einsatzbild.

2:55 Uhr: Der Absperrungsbereich wird wegen der Gefahr durch die Gastanks ausgeweitet. Die Evakuierungsmaßnahmen beginnen mit besonders gefährdeten Personen. Die Medien übernehmen in diesem Stadium eine wichtige Aufgabe. Änderungen an der Absperrung werden in Airbus Defence and Spaces IMP erfasst und in Echtzeit weitergegeben.

 

Informationen werden in der IMP aus bestehenden und erweiterten Kommunikations-, Sensor- und Datennetzen so zusammengeführt, dass ein einziges, zusammenhängendes Bild eines Ereignisses entsteht. Konzipiert als Technik zur Unterstützung normaler betrieblicher Vorgänge stellt die IMP auch die erweiterten Befehls- und Steuerfunktionen für Ereignisse mit Beteiligung mehrerer Stellen bereit, indem sie den Austausch und die Nutzung entscheidender Daten vereinfacht und effizienter gestaltet.

3:00 Uhr: Das Rote Kreuz und das Gesundheitsamt bestimmen eine Schule im Ort als Evakuierungszentrum. Ab 3:10 Uhr verschlechtert sich für die Mitarbeiter der Rettungsdienste wegen des großen Anrufaufkommens im Gebiet die Mobilfunkversorgung. Mittels GSM Bubble von Airbus Defence and Space wird für 28 Mobiltelefone die GSM-Anbindung sofort wiederhergestellt, wobei die Helfer diesen Dienst mit ihren eigenen Handys und SIM-Karten nutzen können.

3:15 Uhr: Das Feuer ist eingedämmt. Die Feuerwehr kann nun den Zustand der Werkstatt beurteilen. Wärmebilder der Airbus Defence and Space-Kamera auf der Leiterbühne geben über die Temperaturen in der Umgebung der Gastanks Auskunft.

3:30 Uhr: Die Evakuierung von insgesamt 103 Anwohnern (darunter 66 Kindern) aus 37 Häusern ist abgeschlossen. Lokale Fernseh- und Radiosender versorgen die Menschen durchgängig mit neuesten Informationen.

6:00 Uhr: Der Brand im Autohaus ist vollständig gelöscht. 27 Fahrzeuge sind ausgebrannt, der Ausstellungsraum ist komplett zerstört. Die Feuerwehr konzentriert sich nun darauf, die Temperatur in der Umgebung der Gastanks zu senken.

12:07 Uhr: Die sechs Tanks werden für sicher erklärt und vom Standort entfernt. 15:30 Uhr: Die Anwohner dürfen in ihre Häuser zurückkehren. 15:45 Uhr: Die strategische Einsatzleitung gibt die Verantwortung für das weitere Vorgehen an die Gemeinde ab. Die Arbeit der Notfalldienste ist beendet, die Wiederherstellungsphase beginnt. Die Airbus Defence and Space-Ausrüstung wird zu den Standorten der jeweiligen Rettungsdienste zurückgebracht und dort von Airbus Defence and Space-Spezialisten regelmäßig gewartet, sodass sie stets für den nächsten Einsatz bereit ist.

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Sicherung der Zukunft

Airbus Defence and Space kann schon heute eine Reihe von Dienstleistungen zur Unterstützung von Rettungs- und Katastrophenschutzmaßnahmen erbringen. Gegenwärtig ist dieses Serviceangebot bereits in Großbritannien und Frankreich verfügbar. Es gibt allerdings noch viele Bereiche, in denen das Rettungswesen auf dem Weg zu einer noch effizienteren und enger verzahnten Arbeitsweise von der Unterstützung der Industrie profitieren könnte.

Die Bereitstellung hochwertiger Befehlswagen und mobiler Einsatzstellen für Rettungsdienste, die 3D-Modellierung von Innenräumen und die maximale Nutzung des Potenzials sozialer Medien sind nur drei der allgemeinen Bereiche, die Airbus Defence and Space hier gegenwärtig untersucht.

Für weitere Information, wenden Sie sich bitte an Lucinda.williams@astrium.eads.net.

 

 

 

For further information, contact Lucinda.williams@astrium.eads.net.


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