Airbus Defence and Space

Airbus Defence and Space untersucht automatische Landung am Südpol des Mondes

  • ESA-Auftrag für neue Mondlande-Studie hat ein Volumen von 6,5 Millionen Euro

  • Missionskonzept für ein Mondfahrzeug mit einem automatischen Landefahrzeug für die Landung am Südpol des Mondes

  • Hardware-Tests für Antrieb und Navigation

  • Vorläufer für eine bedeutsame Beteiligung an der künftigen bemannten Mondforschung

 

Berlin, 16. September 2010 - Airbus Defence and Space, Europas führendes Raumfahrtunternehmen, hat von der Europäischen Weltraumorganisation ESA den Folgeauftrag für die Mondlande-Studie NEXT (Next Exploration Science and Technology) für die Entwicklung eines Mondfahrzeugs im Rahmen eines Wettbewerbverfahrens gewonnen. Ziel der neuen Studie „Lunar Lander Phase B1“ ist es, das Missionskonzept für die automatische Landung am Südpol des Mondes festzulegen. Die neue Studie hat eine Laufzeit von 18 Monaten (bis Ende 2011) und ein Volumen in Höhe von 6,5 Millionen Euro unter maßgeblicher Beteiligung von Deutschland. Die Studie schließt mit der Festlegung des Missionskonzeptes sowie einem detaillierten Design des  Landesgerätes und des Mondrovers ab.

 

In der neuen Studie werden auch das Systemkonzept und das vorläufige Design für das Mondlandefahrzeug erstellt sowie die wesentlichen Technologien für eine automatische, weiche und zielgenaue Landung. Darüber hinaus sollen bereits Hardwarekomponenten des Antriebs und Navigationssensoren in Anlagen getestet werden, die eine realistische Mondumgebung simulieren können. Die Studie wird auch die gesamten Kosten eines Mondfahrzeugs und einen Zeitplan ermitteln als Basis für eine Entscheidung der Finanzierung der kompletten Mission auf der nächsten ESA-Ratssitzung auf ministerialer Ebene.

 

Nach dieser Entscheidung und nach Abschluss der Phase B1 Studie wäre der nächste Schritt dann der Auftrag für Entwicklung, Bau und Test des Mondfahrzeugs.

 

"Die ATV-Mission zeigt als Technologie-Demonstration die Kompetenz und Erfahrung, die Airbus Defence and Space auf dem Gebiet des automatischen Rendezvous und Dockings hat. Das Konzept der neuen Studie basiert auf den Technologien des ATV und wir haben damit eine einzigartige Expertise zur Entwicklung von Schlüsseltechnologien, ohne die eine automatische Landung auf dem Mond nicht möglich sein wird.", sagte Dr. Michael Menking, Leiter Orbitale Systeme und Exploration bei Airbus Defence and Space anlässlich der Vertragsunterzeichnung am 16. September in Berlin.

 

“Es freut mich sehr, dass Europa auf dem Gebiet der Weltraumforschung Fortschritte macht, die auf für die bemannte Raumfahrt entwickelten Schlüsseltechnologien beruhen.", bestätigte Simonetta Di Pippo, ESA Director for Human Spaceflight. "Während wir uns zusammen mit den USA, Russland und Japan darauf vorbereiten, die Internationale Raumstation ISS für weitere zehn Jahre und darüber hinaus zu nutzen.“, fügte sie hinzu, „nehmen wir die nächsten Schritte in Angriff, um Europas Kompetenzen und Fähigkeiten in diesem globalen Unterfangen entsprechend zu positionieren. Mit einer starken und erfolgreichen Präsenz in der erdnahen Umlaufbahn ist der Mond der nächste Schritt auf unserem gemeinsamen Weg zu zukünftigen Zielen. Europas aktive und erfolgreiche Präsenz bei diesen globalen Projekten wie ISS und Exploration stärken unsere Rolle als moderner, dynamischer und innovativer Kontinent.“

 

Bei der automatischen Landung auf dem Mond, wie sie die Studie vorsieht, gibt es eine Reihe von technologischen Herausforderungen. Um auf dem Mond weich und präzise zu landen, werden Schlüsseltechnologien wie ein autonomes  Navigationssystem sowie ein komplexes Antriebssystem benötigt.

 

Ein Mondrover sowie diverse stationäre Experimente werden vom Landefahrzeug ausgesetzt und beginnen mit der wissenschaftlichen Forschung, die sechs bis acht Monate andauern soll (Basismission).

 

 

Die Animation des Mondfahrzeug steht als download unter folgenden Link zur Verfügung:http://www.space-airbusds.com/de/medienbibliothek/animation-mondlandung.html

 

 

Über Airbus Defence and Space

Airbus Defence and Space, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der AIRBUS Group, ist spezialisiert auf zivile und militärische Raumfahrtsysteme. Im Jahr 2009 erreichte Airbus Defence and Space einen Umsatz von 4,8 Milliarden € und beschäftigte rund 15.000 Mitarbeiter in Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Spanien und den Niederlanden. Das Kerngeschäft gliedert sich in drei Bereiche: Airbus Defence and Space für Trägerraketen und Weltraum-Infrastrukturen, Airbus Defence and Space für Satelliten und Bodensegmente sowie Airbus Defence and Space für die Entwicklung und Lieferung von Sicherheits- und kommerzieller Satellitenkommunikation und Netzwerken, Equipment für Hochsicherheits-Satellitenkommunikation, Produkte und Dienstleistungen für Geo-Informationen sowie Dienstleistungen für Navigation.

 

AIRBUS Group ist ein global führender Anbieter in der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen. Im Jahr 2009 lag der Umsatz bei rund 42,8 Milliarden €, die Zahl der Mitarbeiter bei mehr als 119.000.

 

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