Airbus Defence and Space

Airbus Defence and Space entwickelt Erdbeobachtungszentrum beim International Space Innovation Centre (ISIC)

  • Airbus Defence and Space ist Hauptauftragnehmer für Projekt im Wert von 4,9 Millionen Pfund und leitet ein britischen Konsortium

  • „Earth Observation Hub“ stellt in Großbritannien umfassende Bodeninfrastruktur bereit

 

Farnborough, 21. Juli 2010 - Airbus Defence and Space, Europas führendes Raumfahrtunternehmen, wurde vom britischen Science and Technology Facilities Council (STFC) für die Entwicklung eines Erdbeobachtungszentrums beim neuen International Space Innovation Centre (ISIC) in Harwell (Oxfordshire) ausgewählt.

 

Im Rahmen des Vertrages im Wert von 4,9 Millionen wird Airbus Defence and Space die Führung eines Industriekonsortiums übernehmen, das für die Entwicklung und Integration des Erdbeobachtungszentrums „Hub“ verantwortlich sein wird. Die Einrichtung wird auch ein Raumfahrtbetriebszentrum umfassen, das mehrere Satelliten koordinieren kann. Großbritannien baut damit spezifische Kapazitäten für die Verarbeitung von Nutzlastdaten auf.

Airbus Defence and Space wird als industrieller Hauptauftragnehmer mit einem Team zusammenarbeiten, das sich aus dem professionellen Dienstleistungsunternehmen VEGA als zentralem Partner, dem Spezialhersteller von Kleinsatelliten SSTL und dem bei Geoinformationsprodukten führenden Unternehmen Infoterra zusammensetzt.

Mit der Entwicklung des Zentrums erhält Großbritannien eigene Bodenkapazitäten. Dieser entscheidende erste Schritt zum Aufbau unabhängiger eigener Erdbeobachtungsfähigkeiten setzt eine wichtige Empfehlung der aktuellen „Space Innovation and Growth Strategy“ um. Die gemeinsame Initiative der Regierung, der Industrie und des akademischen Sektors ist Teil der Vision für das zukünftige Wachstum der britischen Raumfahrtindustrie in den nächsten 20 Jahren.

Das neue Erdbeobachtungszentrum „Hub“ soll als eines der ersten in Europa aktiv die direkte Zusammenarbeit zwischen Staat, Wirtschaft und Wissenschaft bei der Entwicklung eines Kompetenzzentrums für den Satellitenbetrieb und die Erfassung von Erdbeobachtungsdaten fördern und gleichzeitig neue Chancen für Produkte und die Übermittlung an die Benutzer eröffnen.

Das Erdbeobachtungszentrum wird im Electron Building von Harwell untergebracht und soll bereits im März 2011 betriebsbereit sein. Die Arbeiten an der Planung und Errichtung laufen sofort an.

 

„Das Erdbeobachtungszentrums ‚Hub’ wird die Wissenschaftler in Großbritannien unterstützen, den größtmöglichen Nutzen aus den Informationen zu holen, die wir für unseren Planeten sammeln. Dabei geht es um kritische Themen wie die Überwachung der Effekte des Klimawandels oder die schnelle Reaktion auf Naturkatastrophen auf der Welt“, sagte David Willets, Minister für Universitäten und Wissenschaft. „Es ist ein wichtiger Schritt, das International Space Innovation Centre zu einer wirklichen und regional verbundenen Einrichtung für die Raumfahrt auszubauen, um den Informationsaustausch zwischen dem akademischen Sektor und der Industrie zu fördern. Das wird das weitere Wachstum eines Segments unterstützen, dass bereits heute mehr als 6 Milliarden Pfund pro Jahr zu unserer Wirtschaft beiträgt.“

„Die Fähigkeit, unseren Planeten beobachten zu können, ist entscheidend für die Überwachung des Klimawandels“, sagte Colin Paynter, CEO von Airbus Defence and Space Großbritannien. Damit verbunden ist auch eine effektive Reaktion auf Naturkatastrophen und die Gewährleistung der weltweiten Sicherheit. Airbus Defence and Space kann bei der Entwicklung von Erdbeobachtungsmissionen auf viel Erfahrung zurückgreifen. Wir freuen uns darauf, in enger Zusammenarbeit mit dem STFC und unseren Industriepartnern eine erstklassige Erdbeobachtungsinfrastruktur für Großbritannien bereitzustellen.“

Die Errichtung des Erdbeobachtungszentrum „Hub“ in Harwell wird durch das Ministerium für Unternehmen, Innovation und Weiterbildung (Department for Business, Innovation and Skills) finanziert und durch Beiträge aus der Industrie und STFC gefördert.

Das ISIC bildet mit “Hub“ einen Teil des „Campus für Wissenschaft und Innovation“ in Harwell, das sich zu einem der Dreh- und Angelpunkt der Raumfahrt in Großbritannien entwickeln könnte. In den letzten Monaten wurde die UK Space Agency als verantwortliche Behörde für das nationale Weltraumprogramm gegründet. Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat auf dem Campus bereits ein eigenes Forschungszentrum eröffnet.

 

Über Airbus Defence and Space

Airbus Defence and Space, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der AIRBUS Group, ist spezialisiert auf zivile und militärische Raumfahrtsysteme. Im Jahr 2009 erreichte Airbus Defence and Space einen Umsatz von 4,8 Milliarden € und beschäftigte rund 15.000 Mitarbeiter in Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Spanien und den Niederlanden. Das Kerngeschäft gliedert sich in drei Bereiche: Airbus Defence and Space für Trägerraketen und Weltraum-Infrastrukturen, Airbus Defence and Space für Satelliten und Bodensegmente sowie Airbus Defence and Space für die Entwicklung und Lieferung von Sicherheits- und kommerzieller Satellitenkommunikation und Netzwerken, Equipment für Hochsicherheits-Satellitenkommunikation, Produkte und Dienstleistungen für Geo-Informationen sowie Dienstleistungen für Navigation.

 

AIRBUS Group ist ein global führender Anbieter in der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen. Im Jahr 2009 lag der Umsatz bei rund 42,8 Milliarden €, die Zahl der Mitarbeiter bei mehr als 119.000.

 

 

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