Airbus Defence and Space

Airbus Defence and Space erhält Auftrag über 35 Vulcain- und HM7-Schubkammern für Ariane 5 Hauptstufen- und Oberstufentriebwerke

Ottobrunn, 2. Juni 2009 - Der Airbus Defence and Space-Standort Ottobrunn hat von dem französischen Triebwerkshersteller SNECMA den Auftrag zur Produktion von jeweils 35 Schubkammern für die Vulcain2- und HM7-Triebwerke bekommen. Das Vulcain-Triebwerk ist der Hauptantrieb der Zentralstufe der europäischen Trägerrakete Ariane, HM7 ist das Oberstufentriebwerk. Der Auftragswert beläuft sich über 100 Millionen Euro. Abhängig von der Ariane-Start-Kadenz läuft der Auftrag bis 2015.

  •  Auftragswert beträgt über 100 Millionen Euro
  • Sicherung von Arbeitsplätzen am Raumfahrt-Standort Ottobrunn
  • Schubkammern sind Herzstücke des Ariane 5 - Haupt- und Oberstufentriebwerkes

 

 Bereits im Februar 2009 hatte Airbus Defence and Space als Hauptauftragnehmer für den Bau der Ariane-Rakete von Arianespace, der Marketing- und Betreibergesellschaft für den europäischen Träger, den Auftrag zum Bau von 35 Raketen mit einem Auftragswert von insgesamt vier Milliarden Euro bekommen.

 
"Airbus Defence and Space ist in Deutschland führend im Bereich der Trägerantriebe und einer der wichtigsten Hersteller in Europa. Mit diesem Auftrag können wir die Auslastung der Raumfahrt-Arbeitsplätze in der Produktion am Standort-Ottobrunn über mehrere Jahre sicherstellen", sagte Dr. Andreas Rohne, Direktor für Antriebe und Equipment,  anlässlich der Vertragsunterzeichnung in Ottobrunn. Am Airbus Defence and Space-Standort Ottobrunn hat in den letzten vier Jahren ein Personalaufbau von 18 Prozent stattgefunden. "Mit unserem Know-how, das wir in den letzten 50 Jahren im Bereich der Raketenantriebe erworben haben, halten wir eine Spitzenposition im internationalen Vergleich. Die Perspektive für junge Ingenieure ist außerordentlich positiv", so Rohne weiter.

 

Airbus Defence and Space in Ottobrunn ist verantwortlich für das Herzstück des Vulcain-Triebwerks, die Schubkammer. Die technologische Herausforderung dabei sind die extremen Temperatur-Unterschiede. Die Schubkammer wird mit tiefkaltem flüssigen Wasserstoff (minus 237 Grad) und flüssigem Sauerstoff (minus 176 Grad) betrieben. Das in der Schubkammer entzündete Gasgemisch erreicht dann Temperaturen von bis zu plus 3.500 Grad Celsius. Um ein Schmelzen der Schubkammer zu verhindern, sind in den Kupfermantel 486 Kühlkanäle eingefräst, die durch den Durchfluss von flüssigem Wasserstoff gekühlt werden. Damit kann die Innenwand auf einer konstanten Temperatur von 400 Grad Celsius gehalten werden. Aufgrund eines speziellen Galvanisierungsprozesses können die Materialien den hohen Anforderungen entsprechen.

 

Über Airbus Defence and Space

Airbus Defence and Space, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der AIRBUS Group, ist spezialisiert auf zivile und militärische Raumfahrtsysteme. Im Jahr 2008 erreichte  Airbus Defence and Space einen Umsatz von 4,3 Milliarden € und beschäftigte rund 15.000 Mitarbeiter in Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Spanien und den Niederlanden. Das Kerngeschäft gliedert sich in drei Bereiche: Airbus Defence and Space für Trägerraketen und Weltraum-Infrastrukturen, Airbus Defence and Space für Satelliten und Bodensegmente sowie Airbus Defence and Space für die Entwicklung und Lieferung satellitenbasierter Dienstleistungen.

AIRBUS Group ist ein global führender Anbieter in der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen. Im Jahr 2008 lag der Umsatz bei rund 43,3 Milliarden €, die Zahl der Mitarbeiter bei mehr als 118.000.

 

Medienkontakte: 

Ralph Heinrich (Airbus Defence and Space D)                        Tel. : +49 (0) 89 607-33971