Airbus Defence and Space

Airbus Defence and Space feiert 1. Geburtstag von Columbus als Bestandteil der Internationalen Raumstation

Bremen, 11. Februar 2009 - Das europäische Wissenschaftslabor Columbus feiert in diesen Tagen seinen ersten Geburtstag. Es ist seit nunmehr einem Jahr fester Bestandteil der Internationalen Raumstation. Airbus Defence and Space, Europas führendes Raumfahrtunternehmen, hat Columbus im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) als Systemführer entwickelt und gebaut.

  • Airbus Defence and Space unterstreicht Kompetenz in der bemannten Raumfahrt
  • Airbus Defence and Space trainiert Astronauten für den Umgang mit Columbus
  • Airbus Defence and Space ist verantwortlich für alle industriellen Betriebs- und Nutzungsaktivitäten für den europäischen Teil der ISS

"Mit der Inbetriebnahme von Columbus ist es uns abermals gelungen, Airbus Defence and Space als Zentrum für die bemannte Raumfahrt in Europa weltweit zu etablieren", sagte Helmut Luttmann, bei Airbus Defence and Space verantwortlich für Betrieb und Nutzung der Raumstation, in Bremen.

Mit Columbus hat Airbus Defence and Space erneut seine Kompetenzen im Bereich der bemannten Raumfahrt erfolgreich unter Beweis gestellt. Kein anderes Labor wurde bisher bereits am Boden mit Experimentanlangen ausgerüstet, so dass bereits wenige Tage nach dem Start mit der wissenschaftlichen Arbeit begonnen werden konnte.

 Das Weltraumlabor Columbus ist Europas zentraler Beitrag zur Internationalen Raumstation ISS. Das Labor startete am 7. Februar 2008 mit dem Space Shuttle "Atlantis" vom Kennedy Space Center (KSC) in Florida zur ISS.

Im Columbus-Labor können Wissenschaftler Untersuchungen in allen Disziplinen der Grundlagenforschung (Biotechnologie, Medizin, Materialwissenschaften, Flüssigkeits-wissenschaften, Humanwissenschaften) sowie Experimente auf dem Gebiet angewandter Technologieprojekte durchführen. Experimente, die unter den Bedingungen der Schwerkraft auf der Erde so nicht möglich sind. Im Biolab wurde als eines der ersten Experiment WAICO (Waving and Coiling of Arabidopsis Roots) durchgeführt. Ein Experiment, das sich mit der Entwicklung von Pflanzen unter Schwerelosigkeit beschäftigt und bereits erste interessante Ergebnisse zur Schweredetektierung und zum Wachstumsverhalten als Reaktion auf definierte Schwerkraftanreize geliefert hat.

"Das Training der Astronauten findet im Europäischen Astronauten-Ausbildungszentrum (EAC) in Köln statt. Die technische Ausbildung der Astronauten, die im Columbus-Modul arbeiten werden oder die Handhabung von ATV an der Raumstation, wird dort von Airbus Defence and Space-Instruktoren durchgeführt, und ist Bestandteil des Exploitation-Vertrages", erläutert Luttmann. "Airbus Defence and Space ist im Prinzip in jede Mission zur Raumstation involviert."

Die Aufgabe des industriellen Betriebs und Nutzung der Internationalen Raumstation basiert auf dem "Exploitation-Vertrag" zwischen der ESA und Airbus Defence and Space, mit einem Gesamtvolumen von 2,6 Milliarden Euro. Der Vertrag mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2013 beinhaltet neben der Produktion der kommenden ATV-Transporter die Vorbereitung dieser Missionen. Darüber hinaus umfasst der Vertrag die Missionskontrolle und die Versorgung aller europäischen ISS-Elemente. In diesem Vertrag sind auch die Aktivitäten des Columbus Control Center in Oberpfaffenhofen geregelt, das das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Auftrag von Airbus Defence and Space betreibt.

 

Airbus Defence and Space hat das Columbus-Labor im Auftrag ESA als industrieller Hauptauftragnehmer realisiert. Zehn Jahre haben die Raumfahrtingenieure von Airbus Defence and Space in Bremen an dem fast 13 Tonnen schweren Raumstationsmodul gearbeitet. Insgesamt sind am Columbus-Projekt zehn europäische Länder beteiligt. Die größten Partner dabei waren Deutschland (51 Prozent), Italien (23 Prozent) und Frankreich (18 Prozent). Ferner sind die USA und Kanada beteiligt. Columbus hat 880 Millionen Euro gekostet und ist für eine Einsatzzeit von mindestens zehn Jahren ausgelegt.

Die Konzeption des Columbus-Moduls basiert auf den Erfahrungen, die Airbus Defence and Space seit Ende der 70er Jahre mit der Entwicklung und dem Bau des Raumlabors Spacelab gesammelt hat.
"Nach dem erfolgreichen Ende der Entwicklungsprogramme Columbus und ATV liegt unser Hauptaugenmerk nun auf Betrieb und Nutzung der Internationalen Raumstation", sagt Luttmann abschließend.

 

Über Airbus Defence and Space

Airbus Defence and Space, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der AIRBUS Group, ist spezialisiert auf zivile und militärische Raumfahrtsysteme. Im Jahr 2007 erreichte  Airbus Defence and Space einen Umsatz von 3,5 Milliarden € und beschäftigte rund 12.000 Mitarbeiter in Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Spanien und den Niederlanden. Das Kerngeschäft gliedert sich in drei Bereiche: Airbus Defence and Space für Trägerraketen und Weltraum-Infrastrukturen, Airbus Defence and Space  für Satelliten und Bodensegmente sowie die 100-prozentige Tochter Airbus Defence and Space für die Entwicklung und Lieferung satellitenbasierter Dienstleistungen.

AIRBUS Group ist ein global führender Anbieter in der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen. Im Jahr 2007 lag der Umsatz bei rund 39,1 Milliarden €, die Zahl der Mitarbeiter bei mehr als 116.000.

 

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