Airbus Defence and Space

Airbus Defence and Space schickt das ATV „Edoardo Amaldi“ auf die Reise

• Drittes ATV auf dem Weg nach Kourou


• „Edoardo Amaldi“ soll im Frühjahr 2012 zur ISS fliegen


• ATV ist ein essentieller Bestandteil bei der Versorgung der ISS


Bremen, 11. August 2011 - „Edoardo Amaldi“, der dritte europäische Raumtransporter für die Internationale Raumstation ISS, ist per Schiff auf dem Weg zum europäischen Weltraumbahnhof Kourou (Französisch-Guayana). Nachdem das ATV (Automated Transfer Vehicle) am Airbus Defence and Space-Standort Bremen in den letzten Monaten ausführlichen Systemtests unterzogen wurde, ist der Weg nun frei für die letzte Etappe, bevor der Raumtransporter zur ISS fliegt.

Der Start von „Edoardo Amaldi“ ist für das Frühjahr 2012 vorgesehen. Im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA entwickelt und produziert Airbus Defence and Space das ATV. Die Produktion der ATV-Einheiten zwei bis fünf sowie die Missionsvorbereitung und die Betriebsunterstützung sind Bestandteil des so genannten „Exploitation“-Vertrages, der den Betrieb und die Versorgung der europäischen Anteile der Internationalen Raumstation ISS umfasst. Airbus Defence and Space ist im Auftrag der ESA auch für die Durchführung dieser Aktivitäten verantwortlich.

„Edoardo Amaldi“ ist nach den äußerst erfolgreichen Missionen der Entwicklungseinheit Jules Verne und der ersten Produktionseinheit Johannes Kepler die zweite Produktionseinheit. Die ESA hat Airbus Defence and Space mit der Produktion von vier ATV-Einheiten beauftragt – eine Anerkennung der hohen Zuverlässigkeit, die Airbus Defence and Space als Hauptauftragnehmer der ESA für die Entwicklung des ATV und Columbus bewiesen hat.

„Aufgrund der Verlängerung der Lebenszeit der ISS bis 2020 ergeben sich für Airbus Defence and Space zusätzliche Möglichkeiten sowohl bei der Versorgung als auch beim Betrieb der ISS“, sagte Dr. Michael Menking, Airbus Defence and Spaces Senior Vice President Orbitale Systeme und Exploration anlässlich der Verschiffung am Donnerstag in Bremen. Die derzeitige Produktionsphase der ATV-Einheiten liege im Zeitplan: „Edoardo Amaldi“ sei auf dem Weg nach Kourou und das ATV 4 „Albert Einstein“ bereits in Bremen in der Integration. Für ATV-5 erwarte man in Kürze die ersten Strukturen, um mit der Integration beginnen zu können, so Menking weiter.

Das ATV muss die Sicherheitsanforderungen für die bemannte Raumfahrt erfüllen. So sind die digitale und elektronische Architektur des ATV doppelt fehlertolerant ausgelegt. Ein fehlertoleranter Zentralrechner – bestehend aus drei Rechnermodulen – sorgt für einen parallelen, sicheren und reibungslosen Ablauf der ATV-Mission.

„ATV ist seit der Einstellung des amerikanischen Space-Shuttle-Programms der größte Versorgungstransporter der ISS. Technische Errungenschaften wie das automatische Rendezvous- und Docking machen das ATV zum anspruchvollsten Raumfahrzeug, das jemals in Europa entwickelt wurde “, sagte Menking. 

„Edoardo Amaldi“ wird in drei Spezialcontainern zum europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana gebracht. Gleichzeitig gehen etwa 45 Seecontainer mit Testausrüstung auf die Reise. Am Weltraumbahnhof Kourou werden schließlich das Raumfahrzeug, das Frachtmodul ICC, die Sonnenkollektoren und das SDM (Distanzmodul zwischen ATV und Ariane) endmontiert. Danach wird das ATV vor Ort nochmals umfangreichen Tests unterzogen, bevor es betankt, beladen und als Nutzlast auf eine Ariane 5 integriert wird. „Gemäß unserem Zeitplan werden wir im Frühjahr 2012 unsere dritte Mission zur ISS starten“, so Menking weiter. Die weiteren ATV-Transporter werden im Jahresabstand produziert.  

Mit dem ATV leistet Europa seinen Beitrag zur Versorgung der Internationalen Raumstation. Bei einer typischen Mission wird das ATV Wasser, Gase, Treibstoff, Lebensmittel sowie wissenschaftliche Ausrüstung und Experimente zur ISS bringen. Zum Abschluss seiner Mission wird das ATV mit Abfällen beladen und von der Station abgetrennt, anschließend verglüht es beim kontrollierten Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Außerdem ist das ATV auch zuständig für die regelmäßige Bahnanhebung der ISS auf ihren Betriebsorbit in rund 400 Kilometern Höhe, die Lageregelung der ISS und für Manöver zur Vermeidung von Kollisionen der ISS mit Weltraummüll.

Die maximale Nutzlastkapazität des 20 Tonnen schweren ATV liegt bei bis zu 7 Tonnen Nettofracht. Diese Ladung kann je nach Mission unterschiedlich aufgeteilt sein: 1,5 bis 5,5 Tonnen Fracht und Vorräte (Lebensmittel, Forschungsinstrumente, Werkzeug usw.), bis zu 840 Kilogramm Trinkwasser, bis zu 100 Kilogramm Gase (Luft, Sauerstoff und Stickstoff), bis zu 4,6 Tonnen Kraftstoff für die Bahnhöhenkorrektur und Lageregelung sowie bis zu 860 Kilogramm Treibstoff zum Auftanken der Station.

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Copyright : Airbus Defence and Space 2011 für photo 1 & 2, ESA 2008 für photo 3


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