Airbus Defence and Space

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Airbus Defence and Space stellt Ergebnisse der Studie über automatische Landung am Südpol des Mondes vor

• Missionskonzept für eine automatische Mondlandefähre für die Landung am Südpol des Mondes in 2019 erstellt
• Vorläufer für eine bedeutsame Beteiligung an der künftigen bemannten Mondforschung
• ESA-Ministerrat entscheidet im November 2012 über weitere Entwicklungsschritte

Bremen, 23. Oktober 2012 - Airbus Defence and Space, Europas führendes Raumfahrtunternehmen, hat beim so genannten "Preliminary System Requirement Review" (vorläufige Systemanforderungen) die wichtigsten Ergebnisse für die im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA erstellte Mondlande-Studie „Lunar Lander Phase B1“ vorgestellt. Die Studie vertieft das Missionskonzept für die automatische Landung am Südpol des Mondes im Jahr 2019 und legt das vorläufige Design des Mondlanders fest.

Zudem bestätigte Airbus Defence and Space im Rahmen der Studie den Zeitplan für die Mission und kalkulierte die Gesamtkosten der Mission einschließlich Technologieentwicklung, Start und Missionsbetrieb mit etwa 500 Millionen Euro. 300 bis 350 Millionen Euro entfallen davon  auf Entwicklung, Fertigung und Test des Moonlanders. Auf der anstehenden ESA-Ministeratskonferenz im November 2012 soll darüber entschieden werden, in welchen Schritten die Entwicklung eines lunaren Landefahrzeugs fortgesetzt werden soll. Nach Abschluss dieser im September 2010 erteilten Phase B1-Studie wäre der nächste Schritt die Phase B2, die die Entwicklung des Raumfahzeuges abschließen und mit dem  "Preliminary Design Review" enden würde.

In der Studie werden auch bereits wesentlichen Technologien für eine automatische, weiche und zielgenaue Landung entwickelt und getestet; inklusive ausgeklügelter Technologien, die Gefährdungspotenziale an der Oberfläche erkennen und verhindern (z.B. Felsblöcke, Krater, Abhänge). Um sicher und weich auf dem Mond zu landen, bedarf es wichtiger Schlüsseltechnologien, wie einem automatischen Navigationssystem, das auf optischer Navigation und einem komplexen Antriebssystem basieren wird. So wurden zum Beispiel Komponenten des Antriebssystems in den Prüfständen von Airbus Defence and Space in Lampoldshausen betrieben. Die in Bremen vorhandenen Anlagen TRON (Testbed for Robotical Optical Navigation) und LAMA (Landing and Mobility Test Facility) des DLR Instituts für Raumfahrtsysteme wurden genutzt, um Hardware des Navigationssystems und die Landebeine in realistisch simulierter Mondumgebung zu überprüfen.

"Die ATV-Mission zeigt als Technologie-Demonstration die Kompetenz und Erfahrung, die Airbus Defence and Space auf dem Gebiet des automatischen Rendezvous und Dockings hat. Das Konzept der Studie basiert auf den Technologien des ATV und wir haben damit eine einzigartige Expertise zur Entwicklung von Schlüsseltechnologien, ohne die eine automatische Landung auf dem Mond nicht möglich sein wird.", sagte Dr. Michael Menking, Leiter Orbitale Systeme und Exploration bei Airbus Defence and Space.

Ausschließlich Sonnenergie für den Betrieb  nutzend, werden ein klein Mondrover sowie diverse stationäre Experimente vom Landefahrzeug ausgesetzt und beginnen mit der wissenschaftlichen Forschung, die bis zu sechs Monate andauern soll (Basismission).  Die vor Ort ermittelten Ergebnisse werden zur Erde übertragen und sollen dazu dienen, erste Aussagen über die Polregion des Mondes zu erhalten, aber auch Grundlagen für spätere bemannte Missionen liefern.

Mehr über das Moonlander von Airbus Defence and Space: http://www.space-airbusds.com/de/programme/moon-lander-technologien-fur-die-mondlandung.html

Über Airbus Defence and Space

Airbus Defence and Space ist das führende europäische Unternehmen für Weltraumsysteme und -technik und die Nummer drei weltweit. Im Jahr 2011 erreichte Airbus Defence and Space einen Umsatz von knapp 5 Milliarden Euro und beschäftigte weltweit 18.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat seine Hauptstandorte in Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Spanien und den Niederlanden.

Als einziges Unternehmen in Europa deckt Airbus Defence and Space die gesamte Palette von zivilen und militärischen Raumfahrtsystemen und Dienstleistungen ab.

Das Kerngeschäft gliedert sich in drei Bereiche: Airbus Defence and Space für Trägerraketen und Weltraum-Infrastrukturen, Airbus Defence and Space für Satelliten und Bodensegmente sowie Airbus Defence and Space für umfassende, stationäre und mobile End-to-End-Lösungen für sichere und kommerzielle Satellitenkommunikation und Netzwerke, Ausrüstungen und Systeme für Hochsicherheits- und kommerzielle Satellitenkommunikation sowie maßgeschneiderte Produkte und Dienstleistungen im Bereich Geo-Information weltweit.

Airbus Defence and Space ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der AIRBUS Group, ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen mit einem Umsatz von 49,1 Mrd.€ im Jahr 2011 und mehr als 133.000 Mitarbeitern. Zu AIRBUS Group gehören die Divisionen Airbus, Airbus Defence and Space, Cassidian und Eurocopter.

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