Airbus Defence and Space

Airbus Defence and Space verleiht erstmals Spacelab-Preis an Nachwuchsingenieure

• Herausragende Arbeiten im Bereich Raumfahrt werden honoriert
• Airbus Defence and Space zeichnet junge Wissenschaftler mit „Airbus Defence and Space Spacelab-Preis“ aus

Bremen, 22. November 2011 - Airbus Defence and Space, Europas größtes Raumfahrtunternehmen, hat am Dienstag erstmals den "Airbus Defence and Spacelab-Preis" für herausragende Bachelor- und Masterarbeiten im Bereich der Mikrogravitationsforschung und Grundlagen-Technologien in der Raumfahrttechnik vergeben. Der Spacelab-Preis wurde 2010 anlässlich des 25jährigen Jubiläums der ersten deutschen Spacelab-Mission "D-1" ins Leben gerufen. Der Studienpreis ist heute in zwei Kategorien vergeben worden: zwei Preise im Bereich angewandte Mikrogravitationsforschung (mg-Forschung) und vier Preise im Bereich Grundlagenforschung („Enabling Technologies im Bereich Transport oder bemannte Raumfahrt“). Die Erstplatzierten erhalten ein Preisgeld von 2.000 Euro. Der zweite Preis ist mit 1.500 Euro dotiert.

Mit dem Start der ersten deutschen Weltraum-Mission Spacelab D-1 vor 26 Jahren begann die Erfolgsgeschichte der Weltraumforschung und der bemannten Raumfahrt in Deutschland. Mit dem Studienpreis unterstützt Airbus Defence and Space Nachwuchsingenieure und gibt Forschungsanreize im Bereich der angewandten Mikrogravitationsforschung sowie im Bereich Grundlagen-Technologien.

„Die Zukunft der Raumfahrt liegt in den Händen der Ingenieure und Wissenschaftler von morgen, deshalb ist uns eine frühzeitige und nachhaltige Nachwuchsförderung sehr wichtig. Wir wollen jungen Menschen bereits während ihres Studiums Anreize und Perspektiven für ihre berufliche Zukunft in einem High-Tech Bereich bieten“, sagte Dr. Michael Menking, Leiter des Airbus Defence and Space Standortes in Bremen, anlässlich der Preisverleihung am Dienstag in der Hansestadt.

Airbus Defence and Space vergibt den Spacelab-Preis in Zusammenarbeit mit führenden deutschen Raumfahrtuniversitäten und -hochschulen in Aachen, Berlin, Braunschweig, Bremen, Hamburg, München und Stuttgart mit Studienschwerpunkten im Bereich Raumfahrt. Professor Dr. Ernst Messerschmid, Astronaut der Spacelab-Mission D-1, vom Institut für Raumfahrtsysteme in Stuttgart schätzt den Wettbewerb: "Die Initiative fördert den Austausch von Wissenschaft und Wirtschaft. Sie vernetzt Theorie und Praxis und führt somit zu einer engeren und effektiveren Kooperation zwischen den beiden Parteien. Die Hochschulen werden durch den Preis ermutigt, ihren Studenten anwendungsbezogene und berufsnahe Aufgabenstellungen zu geben sowie besonderes Engagement der Studenten zu fördern."

Insgesamt wurden sechs Spacelab-Preise in zwei Kategorien von Airbus Defence and Space vergeben: Drei erste Plätze sowie drei zweite Plätze.

Der erste Preis im Bereich angewandte Mikrogravitationsforschung (mg-Forschung) ging an Sascha Kopp von der Hochschule Bonn Rhein Sieg. Seine Bachelor-Arbeit mit dem Titel "Impact of Gravity on the Actin Filament System of the Macrophage Cell Line RAW 264.7" geht der Frage nach, warum Immunzellen in der Schwerelosigkeit nicht mehr aktivierbar sind und es dadurch zu gesundheitlichen Konsequenzen für Astronauten bei Langzeitaufenthalten kommen kann. Die Forschungsarbeit bringt ein großes Anwendungspotenzial im Hinblick auf entsprechende Krankheitsbilder auch auf der Erde.

Unter den Preisträgern ist auch die Arbeit einer jungen Ingenieurin zu finden. „Obwohl der Ingenieurberuf immer noch eher männlich geprägt ist, freut es mich besonders, den Spacelab-Preis an eine junge Frau überreichen zu dürfen. Frauen haben längst bewiesen, dass sie ebenfalls hervorragende Leistungen in technischen Bereichen erzielen", so Messerschmid.

Christine Hill von der Universität Stuttgart erhielt den zweiten Preis in der Kategorie mg-Forschung. Ihre Diplomarbeit befasst sich mit der Auswertung von passiven Detektoren der Experimente DOSIS I und DOSIS II (Dose Distribution Inside the ISS). Die beiden Experimente, die bis November 2009 bzw. Mai 2010 auf der Internationalen Raumstation installiert waren, hatten zum Ziel, die Strahlungsbelastung innerhalb des europäischen Weltraumlabors Columbus zu bestimmen. Mit ihrer Auswertung können dreidimensionale räumliche Strahlungsverteilungskarten für das Columbus-Modul erstellt werden, die dazu dienen, zukünftige Strahlungsvorhersagen besser abschätzen zu können.

Weitere vier Preise wurden in dem Bereich Grundlagenforschung (Enabling Technologies im Bereich Transport) vergeben.

Der erste Preis in dieser Kategorie ging an Vitali Braun von der TU Braunschweig. Seine Diplomarbeit mit dem Titel „Propagation von Statusvektoren und deren Ungenauigkeit“ zeigt ein mögliches europäisches System zur Weltraumüberwachung mit dem Ziel, Risiken möglicher Satellitenkollisionen besser abschätzen zu können.

Ein weiterer erster Preis ging an Andreas Fink von der Universität Stuttgart. In seiner Diplomarbeit erarbeitete er ein Konzept für einen androgynen, standardisierten Adapter zur Verbindung von modularen Raumtransportsystemen. Dieser Entwurf dient als Grundlage für die weitere Entwicklung von Verbindungselementen von Raumfahrzeugen. Der Vorteil eines androgynen Docking-Systems liegt in der höheren Flexibilität beim Missionsdesign und einem vereinfachten Betrieb, dies führt wiederum zur Kosteneinsparungen.

Der zweite Preis in der Kategorie Grundlagenforschung ging an Daniel Birgel von der Universität der Bundeswehr in München. Er hat in seiner Diplomarbeit den Strahlungseinfluss flüssigkeitsbetriebener Raketenbrennkammern untersucht.

Adam Boxberger erhielt ebenfalls einen zweiten Preis für die Entwicklung eines Thermalmodells für das elektrische Triebwerk AF-MPD ZT1 des Instituts für Raumfahrtsysteme in Zusammenarbeit mit dem Institut für Thermodynamik der Luft- und Raumfahrttechnik  der Universität Stuttgart.

„An diesen herausragenden Arbeiten ist erkennbar, wie wichtig die Förderung junger Menschen ist. Nachwuchsingenieure bringen kreative Ideen und neue Impulse hervor, die essentiell für die Raumfahrt sind und die einen Beitrag zur deutschen Innovationsfähigkeit leisten“ sagte Menking anlässlich der Airbus Defence and Spacelab-Preisverleihung.

 

Über Airbus Defence and Space

Airbus Defence and Space ist das führende europäische Unternehmen für Weltraumtechnologien und die Nummer drei weltweit. Als 100-prozentige Tochtergesellschaft der AIRBUS Group ist das Unternehmen auf zivile und militärische Raumfahrtsysteme und Dienstleistungen spezialisiert. Im Jahr 2010 erreichte Airbus Defence and Space einen Umsatz von 5 Milliarden € und beschäftigte weltweit mehr als 15.000 Mitarbeiter mit Hauptstandorten in Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Spanien und den Niederlanden. Das Kerngeschäft gliedert sich in drei Bereiche: Airbus Defence and Space für Trägerraketen und Weltraum-Infrastrukturen, Airbus Defence and Space für Satelliten und Bodensegmente sowie Airbus Defence and Space für umfassende End-zu-End- und Mehrwert-Lösungen bei Sicherheits- und kommerzieller Satellitenkommunikation und Netzwerken, Equipment für Hochsicherheits-Satellitenkommunikation, maßgeschneiderte Produkte und Dienstleistungen für Geo-Informationen sowie weltweite Dienstleistungen für Navigation.

AIRBUS Group ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen mit einem Umsatz von € 45,8 Mrd. im Jahr 2010 und fast 122.000 Mitarbeitern. Zu AIRBUS Group gehören die Divisionen Airbus, Airbus Defence and Space, Cassidian und Eurocopter.

 

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