Airbus Defence and Space

Airbus Defence and Spaces Goce-Plattform "surft" für die Klimaforschung

Plesetsk/Friedrichshafen, 17. März 2009 – Der Schwerefeld-„Surfer“ GOCE ist heute erfolgreich vom russischen Weltraumbahnhof Plesetsk ins Weltall gestartet. Eine Trägerrakete vom Typ Rockot brachte um 15:21 Uhr MEZ (17:21 Uhr Ortszeit) den Gravity-Field and Steady-State Ocean Circulation Explorer (GOCE) in seine Erdumlaufbahn. GOCE wurde von einem internationalen Industriekonsortium unter der Führung von Thales Alenia Space für die europäische Weltraumorganisation ESA realisiert.

Airbus Defence and Space in Friedrichshafen war mit dem Bau der Satellitenplattform maßgeblich an diesem Projekt beteiligt. Von Airbus Defence and Space Spanien stammt die Kohlefaserstruktur der Plattform. Um 16:53 Uhr (MEZ) hatte der Satellit seine Umlaufbahn erreicht, sich von der Raketenoberstufe Breeze getrennt und erste Signale ausgesendet.

 

  • ESA-Satellit GOCE startet erfolgreich von Plesetsk aus ins Weltall
  • Satellitenplattform von Airbus Defence and Space ermöglicht hochgenaue Flugbahn
  • Gravitationsmission hat Meeres- und Magmaströmungen im Visier

Aus einer Höhe von rund 250 Kilometern wird der europäische Forschungssatellit mindestens 24 Monate lang das Innere unseres Planeten und die Meere und Ozeane erforschen.


Mit Hilfe der Messdaten, die der Satellit liefert, kann das Schwerefeld der Erde exakter vermessen werden als je zuvor. Neben der Möglichkeit den Aufbau des Erdinneren genauer zu studieren, dienen die Daten auch der Messung eines möglichen Anstiegs des Meeresspiegels oder der Analyse von Meeresströmungen, die für unser Klima von entscheidender Bedeutung sind. Somit trägt GOCE zur Verbesserung von Klimamodellen und Klimavorhersagen bei.

 
Satelliten bieten die einzige Möglichkeit, das gesamte Schwerkraftfeld der Erde einheitlich zu vermessen. Um die Gravitationsmessungen optimal durchführen zu können, wurde der GOCE-Satellit so konstruiert, dass er auf einer besonders niedrigen Umlaufbahn über der Erdoberfläche fliegen kann. Dabei kommt der von Airbus Defence and Space verantworteten Satellitenplattform eine besondere Bedeutung zu: Instrumente und Satellitenkörper formen ein Ganzes, es gibt keinerlei bewegliche, mechanische Teile im Satelliten. So kann er stabil und ruhig seine Bahn ziehen, ohne dass Störbeschleunigungen durch kleinste Bewegungen im Satelliten die Messergebnisse verfälschen. Aerodynamische Ablenkungen durch die Restatmosphäre sollen minimiert werden. Elektrische Antriebe - Ionentriebwerke - gleichen Bahnabweichungen, die nicht durch Schwerkraftdifferenzen verursacht werden durch eine kontinuierliche, hochgenaue aktive Lageregelung (Drag-free-Steuerung) aus.

  

GOCE „surft“ im Schwerefeld

Das Erdschwerefeld ist nicht vollkommen symmetrisch. Ähnlich wie die Meeresoberfläche weist es zahlreiche „Beulen“ oder „Dellen“ (Experten sprechen von Anomalien) auf, die GOCE auf einer leichten Wellenbahn fliegen lassen, so wie ein Surfer im Meer. Im Bereich stärkerer Schwerkraft wird GOCE etwas an Höhe verlieren und dabei an Geschwindigkeit zunehmen, während er über Gebieten mit schwächerer Schwerkraft an Bahnhöhe gewinnen und an Geschwindigkeit verlieren wird. Daraus entsteht dann eine globale "Landkarte" des Schwerefeldes der Erde (Geoid) mit außergewöhnlicher Genauigkeit und Auflösung.


Über Airbus Defence and Space

Airbus Defence and Space, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der AIRBUS Group, ist spezialisiert auf zivile und militärische Raumfahrtsysteme. Im Jahr 2008 erreichte  Airbus Defence and Space einen Umsatz von 4,3 Milliarden € und beschäftigte rund 13.000 Mitarbeiter in Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Spanien und den Niederlanden. Das Kerngeschäft gliedert sich in drei Bereiche: Airbus Defence and Space für Trägerraketen und Weltraum-Infrastrukturen, Airbus Defence and Space für Satelliten und Bodensegmente sowie Airbus Defence and Space für die Entwicklung und Lieferung satellitenbasierter Dienstleistungen.

AIRBUS Group ist ein global führender Anbieter in der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen. Im Jahr 2008 lag der Umsatz bei rund 43,3 Milliarden €, die Zahl der Mitarbeiter bei mehr als 118.000.

 

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Matthieu Duvelleroy (Airbus Defence and Space F)                       Tel: +33 (0) 1 77 75 80 32

Jeremy Close (Airbus Defence and Space UK)                               Tel: +44 (0) 1 438 77 3872

Mathias Pikelj (Airbus Defence and Space GER)                            Tel: +49 (0) 7545 8 9123

Francisco Lechón (Airbus Defence and Space ES)                         Tel: +34 91 586 37 41

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