Airbus Defence and Space

ESA und Airbus Defence and Space unterzeichnen erste Vertragsdokumente für neue Generation von Meteorologiesatelliten

• MetOp-SG liefert ab 2021 verbesserte Wetterbeobachtungen
• Neue Umweltdaten durch Beobachtungen in weiteren Spektralbereichen

In Gegenwart von Bundeskanzlerin Angela Merkel unterzeichneten die Europäische Weltraumorganisation ESA und Airbus Defence and Space, das zweitgrößte Raumfahrtunternehmern der Welt, als industrieller Hauptauftragnehmer auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Berlin die ersten Vertragsdokumente für den Start der Entwicklung und des Baus der neuen Generation von MetOp-Wettersatelliten (MetOp Second Generation – MetOp-SG).

„MetOp-SG wird den Nutzen durch exaktere Wettervorhersagen auf Grundlage modernster europäischer Technologien weiter steigern“, sagte François Auque, Leiter von Space Systems. „Die von uns gebauten aktuellen MetOp-Satelliten liefern bereits heute, weltweit,  den größten Anteil an Messdaten für Wettervorhersagen und erbringen so für die Bürger Europas jedes Jahr einen sozio-ökonomischen Nutzen von mehreren Milliarden Euro.“

Das Programm ist eine Kooperation von ESA und EUMETSAT, der Europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten. MetOp-SG wird die kontinuierliche Bereitstellung hochwertiger Wetterdaten sichern. Die neuen MetOp-SG-Satelliten werden Daten mit verbesserten spektralen und räumlichen Auflösungen, im Vergleich zu Messungen der ebenfalls von Airbus Defence and Space gebauten ersten Generation von MetOp-Satelliten, liefern. Zehn verschiedene Instrumente, die den ultravioletten, sichtbaren, Infrarot- und Mikrowellen-Spektralbereich abdecken, ermöglichen eine große Bandbreite von Beobachtungen.

Wie auch bei  der ersten Generation werden die MetOp-SG-Daten in numerische Wettervorhersagemodelle (Numerical Weather Prediction – NWP) einfließen. Sie liefern wichtige Informationen über Atmosphärentemperatur und -wasserprofile, Temperatur der Meeresoberfläche und Winde, Spurengasen und Luftqualität sowie zur Wolkenerkennung und -analyse. Weiterhin erlaubt der erweiterte Spektralbereich der Instrumente die Erfassung neuer Umweltdaten.

Das Weltraumsegment von MetOp-SG besteht aus zwei Satellitenreihen mit bis zu drei „A-Satelliten“ (mit Schwerpunkt auf optischen Instrumenten) und drei „B-Satelliten“ (mit Schwerpunkt auf Mikrowellen-Instrumenten). Beide Typen werden auf den Astrobus-Hochleistungsplattformen basieren. Während die „A-Satelliten“ unter der industrieller Führung von Airbus Defence and Space in Toulouse (Frankreich) entwickelt und gebaut werden, wird der Standort Friedrichshafen für Entwicklung und Fertigung der „B-Satelliten“ verantwortlich sein. Airbus Defence and Space wird ein internationales Industriekonsortium für die Beschaffung von mehr als 150 verschiedenen Ausrüstungen und Dienstleistungen für die Plattformen und Instrumente der Satelliten leiten.

Für jeden der Satelliten mit einer Startmasse von rund vier Tonnen ist ein Einzelstart vorgesehen. Die Satelliten werden in einen sonnensynchronen polaren Orbit in einer Höhe von 834 Kilometern gebracht – wie die erste Generation MetOp-Satelliten. Die nominelle Lebensdauer eines Satelliten beträgt 7,5 Jahre.

Mit dem Start des ersten Satelliten MetOp-SG A1 im Jahr 2021 und des ersten MetOp-SG B1 im Jahr 2022 wird der Aufbau des neuen EUMETSAT-Systems polarumlaufender Wettersatelliten anlaufen. Drei Sätze A- und B-Satelliten werden eine nominelle Lebenszeit des Systems von bis zu 21 Jahren sichern – mit sechs Monaten In-Orbit-Überschneidungen zwischen den einzelnen Satelliten einer Serie).

 

Über Airbus Defence and Space

Airbus Defence and Space ist eine Division des Airbus-Konzerns, die aus der Zusammenlegung der Geschäftsaktivitäten von Cassidian, Airbus Defence and Space und Airbus Military entstanden ist. Die neue Division ist das führende Verteidigungs- und Raumfahrtunternehmen Europas, das zweitgrößte Raumfahrtunternehmen der Welt und unter den zehn größten Verteidigungsunternehmen weltweit. Sie erzielt mit etwa 40.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 14 Mrd. €.

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