Airbus Defence and Space

James Webb Weltraumteleskop: Modell wird in München präsentiert

München, 13. Oktober 2008 - Der europäische Raumfahrtkonzern Airbus Defence and Space, sein nordamerikanischer Partner Northrop Grumman und das Deutsche Museum präsentieren ein 1:1 Modell des riesigen wissenschaftlichen Weltraumteleskops JWST. Anlass ist ein Workshop bei dem sich Raumfahrtexperten aus aller Welt treffen, um über die Entwiklungsfortschritte beim Bau des JWST zu beraten.


  • Stärker als Hubble:James-Webb-Teleskop soll ab 2013 in die Tiefe des Alls schauen
  • Airbus Defence and Space, europäischer Industriepartner des Projekts
  • Airbus Defence and Space stellt entfaltbaren, tennisplatz-großen Satelliten am Deutschen Museum aus

Das James Webb Space-Teleskop soll im Jahr 2013 gestartet werden und ist ein gemeinsames Entwicklungsprojekt der amerikanischen NASA, der kanadischen CSA und der europäischen Weltraumorganisation ESA. Zwei der wissenschaftlichen Instrumente werden von Airbus Defence and Space im Auftrag der europäischen Weltraumorganisation ESA entwickelt und gebaut. Die Airbus Defence and Space-Raumfahrtingenieure in Ottobrunn und Friedrichshafen verantworten das Infrarot-Spektrometer NIRSpec. NIRSpec ist ein 200 Kilogramm schwerer Spektrograph, der auch schwächste Infrarotstrahlung erkennen kann. Er kann Spektren von bis zu hundert Objekten gleichzeitig registrieren. Damit wird die Beobachtungszeit für die Wissenschaftler 100-fach verlängert.

"Airbus Defence and Space ist der Industriepartner für Europas Beteiligung am Weltraumteleskop der neuesten Generation. Wir rüsten die Wissenschaft mit den besten Instrumenten aus und machen damit exzellente Forschung möglich. NIRSpec muss möglichst wenig wiegen, bei minus 238° Celsius arbeiten und darf nie kaputtgehen. Das stellt höchste Anforderungen an unsere Ingenieure", so Evert Dudok, CEO Airbus Defence and Space, vor Journalisten im München. NIRSpec stelle somit eine neue Klasse von Spektrographen im All dar.

Am Airbus Defence and Space-Standort Stevenage in Großbritannien wird darüber hinaus ein weiteres JWST-Instrument gebaut: das Spektrometer MIRI für Beobachtungen im mittleren Infrarotbereich.

Das JWST-Weltraumteleskop bedeutet für Wissenschaftler auf der Suche nach den Ursprüngen unseres Universums einen Quantensprung, denn es kann viel tiefer ins Weltall hinein blicken als das Vorgängerteleskop Hubble. Weil das Licht aus diesen entfernten Regionen des Alls mehrere Milliarden Jahre braucht, um zur Erde zu gelangen, bedeutet dieser Blick in die Tiefe des Alls immer auch einen Blick in längst vergangene Zeiten. Möglich wird dies zum einen durch den wesentlich größeren Primärspiegel des neuen Teleskops. Dieser Spiegel wird aus 18 sechseckigen Einzelsegmenten bestehen, die sich erst im All entfalten. Zum anderen sind die Instrumente an Bord des JWST wesentlich empfindlicher als die des Hubble-Teleskops.

Das 1:1-Modell des JWST hat bereits mehrmals den Atlantik überquert. Neben Seattle, Orlando, Washington und Montreal konnte es auch schon in Paris und Dublin besichtigt werden. Der Aufbau des Modells in München hat insgesamt vier Tage gedauert. Anlass ist ein NASA-Kongress, bei dem sich alle am JWST beteiligten Partner treffen. Diese Partner-Workshops finden in regelmäßigen Abständen an wechselnden Orten statt. In diesem Jahr übernimmt Airbus Defence and Space die Rolle des Gastgebers und nutzt zusammen mit dem Deutschen Museum die Gelegenheit, die Mission des JWST einer breiten Öffentlichkeit näherzubringen.

Das JWST-Modell kann rund um die Uhr auf der Museumsinsel besucht werden. Während der zwei Wochen bietet das Deutsche Museum zusammen mit Airbus Defence and Space verschiedene Aktivitäten rund um das Modell an. So erhalten Schulklassen eine generelle Einführung in die Astronomie und die Missionen des Weltraumteleskops. Vor einem fortgeschritteneren Publikum wird der wissenschaftliche Leiter des Teleskops, Nobelpreisträger und Mitarbeiter der NASA, John C. Mather, einen Fachvortrag über die technologischen und wissenschaftlichen Herausforderungen des Projektes halten. Ein weiterer Höhepunkt wird die „Lange Nacht der Museen" am 25. Oktober sein, in der sich Interessierte direkt am Modell mit Experten der Airbus Defence and Space GmbH austauschen können.

 

Über Airbus Defence and Space:

Airbus Defence and Space, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der AIRBUS Group, ist spezialisiert auf zivile und militärische Raumfahrtsysteme. Im Jahr 2007 erreichte Airbus Defence and Space einen Umsatz von 3,5 Milliarden € und beschäftigte rund 12.000 Mitarbeiter in Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Spanien und den Niederlanden. Das Kerngeschäft gliedert sich in drei Bereiche: Airbus Defence and Space für Trägerraketen und Weltraum-Infrastrukturen, Airbus Defence and Space für Satelliten und Bodensegmente sowie die 100-prozentige Tochter Airbus Defence and Space für die Entwicklung und Lieferung satellitenbasierter Dienstleistungen.

AIRBUS Group ist ein global führender Anbieter in der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen. Im Jahr 2007 lag der Umsatz bei rund 39,1 Milliarden €, die Zahl der Mitarbeiter bei mehr als 116.000.

 

Pressekontakt :

Mathias Pikelj, Airbus Defence and Space GmbH Tel.: +49 (0) 7545 8 9123

Bernhard Weidemann, Deutsches Museum Tel.. +49 (0) 89 2179 281

WeltraumforschungJWSTTeleskop