Airbus Defence and Space

Sentinel-1A-Satellit hat seine Antenne nach erfolgreichen Start entfaltet

• Antenne des Weltraumradars von Airbus Defence and Space erfolgreich entfaltet und verriegelt
• Sentinel-1A ist Donnerstagnacht erfolgreich vom Weltraumbahn- bahnhof Kourou in Französisch-Guayana gestartet

Die große Antenne (12,30 Meter x 0,90 Meter) des von Airbus Defence and Space entwickelten Radarinstruments des neuen Umweltsatelliten Sentinel-1A hat sich heute (4. April 2014) in den frühen Morgenstunden erfolgreich entfaltet und arretiert. Sentinel-1A, realisiert mit Thales Alenia Space Italy als Hauptauftragnehmer für die europäische Weltraumorganisation (ESA), ist der erste einer Reihe von speziell für das europäische Umwelt- und Sicherheitsprogramm Copernicus entwickelten und gebauten Erdbeobachtungssatelliten und war in der gestrigen Nacht um 23.02 Uhr (CEST) erfolgreich mit einer Sojus-Trägerrakete vom Weltraumbahnbahnhof Kourou in Französisch-Guayana gestartet.

"Der erfolgreiche Beginn der Sentinel-1A-Mission und damit des Copernicus-Programms markiert eine neue Ära der Erdbeobachtung. Mit dem leistungsstarken Radarinstrument des Satelliten – dem Herzstück der Mission - und seinen "Allwetter"- und "Rund-um-die Uhr"- Fähigkeiten leistet Airbus Defence and Space einen entscheidenden Beitrag für eine operationelle Erdbeobachtung, die Mensch und Natur mehr denn je nutzen wird", so François Auque, Leiter von Space Systems. „Das Instrument liefert äußerst wichtige Daten auch für die Wissenschaftler.“

Nach nur rund 25 Minuten Flugzeit war der Satellit zielgenau auf die geplante Umlaufbahn ausgesetzt worden. Die ersten Bodenkontakte zeigten, dass das System wie geplant arbeitet. Im Satelliten-Kontrollzentrum in Darmstadt hatten Techniker der europäischen Weltraumorganisation ESA, unterstützt von Ingenieuren von Airbus Defence and Space, die ganze Nacht hindurch gearbeitet und in mehreren Abschnitten die Solar-Paneele und die fünfteilige, 12,30 Meter lange Radar-Antenne ausgefaltet und verriegelt. Somit hat der Sentinel-1A-Satellit seine kritische Anfangsphase mit Bravour bestanden.

In den kommenden Tagen werden alle Untersysteme durchgecheckt. Dabei soll auch in der Nacht zum Sonntag das Radarinstrument zum ersten Mal im Weltraum eingeschaltet werden. In einer etwa dreimonatigen Kommissionierungsphase wird das Radarinstrument gründlich kalibriert. Danach wird der Routinebetrieb beginnen können. Die geplante Missionsdauer beträgt sieben Jahre, wobei der Satellit Betriebsmittel für insgesamt 12 Jahre an Bord hat.

Sentinel-1A ist speziell für ein breites Aufgabenspektrum in den Bereichen Umwelt und Sicherheit ausgelegt. Sentinel-1 wird verschiedene operationellen Dienstleistungen erfüllen, wird bei der Lenkung des Schiffverkehrs unterstützen und Eis und Ölteppiche auf der Meeresoberfläche beobachten sowie der Beobachtung von Umweltereignissen wie Waldbränden, Erdrutschen, Überschwemmungen dienen. Zudem hilft der Satellit bei der Aufklärung und Einsatzunterstützung in Katastrophenfällen, in denen aktuelle Daten binnen kürzester Zeit verfügbar sein müssen.

 

Über Copernicus

Copernicus, das bislang ehrgeizigste Erdbeobachtungsprogramm, soll präzise, zuverlässige und leicht zugängliche Informationen liefern, die dazu dienen, die Umweltbeobachtung zu verbessern, die Auswirkungen des Klimawandels zu verstehen und zu mindern und die zivile Sicherheit zu gewährleisten. Copernicus ist die neue Bezeichnung für das Programm für globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung, das bisher als GMES (Global Monitoring for Environment and Security) bekannt war. Die Initiative der Europäischen Kommission wird in Partnerschaft mit der ESA und der Europäischen Umweltagentur (EUA) durchgeführt. Die ESA ist verantworltich für die Koordinierung der Weltraumkomponenten des Programms, koordiniert die Bereitstellung der Daten von über 30 relevanten Satelliten, betreibt zusammen mit Eumetsat die Sentinel-Satelliten, während die EUA für die Daten von luft- und bodengestützten Sensoren verantwortlich ist. Die Europäische Kommission ist im Auftrag der Europäischen Union für das Gesamtprogramm, die Festlegung von Anforderungen und das Management der Dienste zuständig.

Über Airbus Defence and Space

Airbus Defence and Space ist eine Division des Airbus-Konzerns, die aus der Zusammenlegung der Geschäftsaktivitäten von Cassidian, Airbus Defence and Space und Airbus Military entstanden ist. Die neue Division ist das führende Verteidigungs- und Raumfahrtunternehmen Europas, das zweitgrößte Raumfahrtunternehmen der Welt und unter den zehn größten Verteidigungsunternehmen weltweit. Sie erzielt mit etwa 40.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 14 Mrd. €.

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