Airbus Defence and Space

Spacelab D-1-Mission: Beginn der bemannten Raumfahrt in Deutschland

  • Erste deutsche bemannte Weltraum-Mission jährt sich zum 25. Mal

  • Airbus Defence and Space unterstützt Nachwuchsingenieure mit "Airbus Defence and Space-Spacelab-Preis"

  • Ehemalige D-1-Crew besuchte „ihr“ Spacelab

 

Bremen, 27. Oktober 2010 - Vor 25 Jahren, am 30. Oktober 1985, startete die erste rein deutsche Weltraum-Mission Spacelab D-1 ins All - ein Meilenstein für die bemannte Raumfahrt in Deutschland. Dies war gleichzeitig auch der Beginn einer Erfolgsgeschichte für Airbus Defence and Space: denn die Entwicklung, der Bau und die Missionen des Weltraumlabors Spacelab lagen in der Verantwortung des Unternehmens. Bis heute hat Airbus Defence and Space die industrielle Führungsrolle in der bemannten Raumfahrt in Europa inne - das Columbus-Labor als Teil der Internationalen Raumstation ISS, der Raumtransporter ATV und der industrielle Betrieb der Europäischen Elemente der ISS sind Stichworte dafür. Anlässlich des Jubiläums stiftet Airbus Defence and Space in Zusammenarbeit mit führenden deutschen Raumfahrtuniversitäten und -hochschulen einen Studienpreis für Nachwuchsingenieure.

 

"Wir möchten auch zukünftig mit den besten Ingenieuren beste Raumfahrtprodukte liefern. Deshalb investieren wir in unsere Zukunft, in den Nachwuchs: Wir bieten bereits jetzt vielen jungen Menschen interessante und anspruchsvolle technische und kaufmännische Ausbildungen: Wir möchten aber noch einen besonderen Anreiz für den Nachwuchs schaffen, die sich für ein Studium in den Bereichen Wissenschaft/Forschung sowie Technik/Technologie entschieden haben. Ab 2011 werden wir jährlich den Airbus Defence and Space-Spacelab-Preis für herausragende Diplom-, Bachelor- und Masterarbeiten für Raumfahrttechnik und angewandte Mikrogravitationsforschung verleihen", sagte Evert Dudok, Geschäftsführer der Airbus Defence and Space GmbH, anlässlich des 25jährigen Jubiläums der ersten deutschen Spacelab-D-1-Mission in Bremen.

 

Nach 25 Jahren besuchte die ehemalige D-1-Crew fast vollzählig „ihr“ original Spacelab am Airbus Defence and Space-Standort in Bremen im Rahmen einer Festveranstaltung. Mit dabei waren: der Kommandant Henry W. Hartsfield, Jr., Pilot Steven R. Nagel, die Missionsspezialisten Guion S. Blufort, Jr., Bonnie J. Dunbar sowie der deutsche Wissenschaftsastronaut Prof. Dr. Ernst Messerschmid. Messerschmid war aufgrund seiner Erfahrungen in unterschiedlichen Gremien auch an der Entwicklung der Raumstation beteiligt. „Ich hatte auch selbst Experimente an Bord der MIR und der Internationalen Raumstation“, sagte Messerschmid. „Das heißt, ich hatte entweder eigene Experimente oder habe andere bei der Idee und Umsetzung ihrer Experimente beraten.“

 

Am 28. November 1983 flog Spacelab zum ersten Mal ins All - das war Europas Einstieg in die bemannte Raumfahrt. Dies war auch die Keimzelle der Führungsrolle von Airbus Defence and Space in der europäischen bemannten Raumfahrt. Als die ESA 1974 den Auftrag an Europa vergab, ein Forschungslabor für Experimente in der Schwerelosigkeit zu bauen, konnte noch niemand ahnen, dass mit dieser Auftragsvergabe eine neue Ära der bemannten Raumfahrt für Europa begann.

 

"Mit der Vergabe des Spacelab-Auftrages und der D-1 Mission an Airbus Defence and Space sind wir mit unserem Standort in Bremen zum industriellen Zentrum der bemannten Raumfahrt in Europa geworden. Das bei der Spacelab-Entwicklung und dem Bau erworbene einmalige Know-how hat uns zudem in die Lage versetzt, das permanente Wissenschaftslabor Columbus für die Internationale Raumstation zu entwickeln, zu bauen und zu betreiben. Auch die Entwicklung und die Produktion von ATV, dem automatischen Transportfahrzeug für die ISS, profitierten von den damals erworbenen Kenntnissen", sagte Dudok.

 

"Mit der siebentägigen D-1-Mission ging es auch in Deutschland mit der bemannten Raumfahrt so richtig los. Für diesen Shuttle-Flug oblag die Missionskontrolle dem Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR). Von unserem Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen aus haben wir diese Spacelab-Mission betreut", sagte Hubert Reile, DLR-Programmdirektor Raumfahrt, im Rahmen der Veranstaltung. "Und heute organisieren wir die Beteiligung Deutschlands an der ISS und führen den Missionsbetrieb des europäischen Columbus-Labors."

 

Rund 25 Jahre nach der D1–Mission umkreist das Columbus Labor als Teil der Internationalen Raumstation ISS die Erde. Der Raumtransporter ATV bringt regelmäßig Nutzlasten zur ISS. Und Airbus Defence and Space spielt als industrieller Betreiber der Europäischen Elemente der ISS eine zentrale Rolle - dank Spacelab.

 

Airbus Defence and Space hat im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA als Hauptauftragnehmer das europäische Wissenschaftslabor Columbus gebaut und entwickelt. Seit Februar 2008 ist Columbus fester Bestandteil der ISS. Mehr als 70 wissenschaftliche Experimente aus allen Bereichen der Grundlagenforschung sind bereits erfolgreich im Labor durchgeführt worden. 

 

Dudok: „Columbus ist seit gut zwei Jahren im All, die Forschung läuft mit vollem Schub und die Zeit der wissenschaftlichen Ernte hat endlich begonnen. Deshalb ist es jetzt wichtig, gemeinsam mit den internationalen Partnern die Lebenszeit der ISS zu verlängern.“ Durch die Verlängerung der Lebenszeit der ISS bis 2020 ergäbe sich für Airbus Defence and Space zudem die Möglichkeit, weitere ATV-Transporter und Ariane-Trägerraketen zur Versorgung der ISS zu fertigen.

 

 

 

 

Über Airbus Defence and Space

Airbus Defence and Space, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der AIRBUS Group, ist spezialisiert auf zivile und militärische Raumfahrtsysteme. Im Jahr 2009 erreichte Airbus Defence and Space einen Umsatz von 4,8 Milliarden € und beschäftigte rund 15.000 Mitarbeiter in Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Spanien und den Niederlanden. Das Kerngeschäft gliedert sich in drei Bereiche: Airbus Defence and Space für Trägerraketen und Weltraum-Infrastrukturen, Airbus Defence and Space für Satelliten und Bodensegmente sowie Airbus Defence and Space für umfassende End-zu-End- und Mehrwert-Lösungen bei Sicherheits- und kommerzieller Satellitenkommunikation und Netzwerken, Equipment für Hochsicherheits-Satellitenkommunikation, maßgeschneiderte Produkte und Dienstleistungen für Geo-Informationen sowie weltweite Dienstleistungen für Navigation.

 

AIRBUS Group ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im  Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen mit einem Umsatz von € 42,8 Mrd. im Jahr 2009 und über 119.000 Mitarbeitern. Zu AIRBUS Group gehören Airbus, Airbus Defence and Space, Cassidian und Eurocopter.

 

 

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