Airbus Defence and Space

Vom Weltraum auf die Weltmeere

Friedrichshafen, 2. April 2008 - Von Europas führendem Raumfahrtkonzern Airbus Defence and Space entwickelte Weltraumtechnologie wird bald auch auf französischen U-Booten zu finden sein. Zur Aufbereitung der Luft auf der Internationalen Raumstation hat Airbus Defence and Space ein regeneratives Verfahren zur Kohlendioxidbindung entwickelt.

  • Raumfahrttechnologie jetzt auch auf französischen U-Booten
  • Airbus Defence and Space rüstet Barracuda-Flotte mit Lebenserhaltungssystemen aus

Kohlendioxid wird von Menschen als Stoffwechselprodukt ausgeatmet und ist in höheren Konzentrationen gesundheitsschädlich. Es muss deshalb in geschlossenen Räumen wie auf der Raumstation aber auch in U-Booten aus der Luft entfernt werden. Diese Technologie soll nun an Bord der neuesten französischen U-Boot-Serie "Barracuda" eingesetzt werden. Einen entsprechenden Entwicklungs- und Liefervertrag erhielt die Airbus Defence and Space, Friedrichshafen, jetzt von der Schiffswerft DCNS, Cherbourg.

Die Airbus Defence and Space Raumfahrer konnten sich damit nach einem vier Jahre dauernden Wettbewerb gegen etablierte starke internationale Konkurrenz aus dem Marinesektor durchsetzen.

"Es ist das erste Mal, dass Airbus Defence and Space eine für die bemannte Raumfahrt entwickelte Technologie adaptieren konnte; in diesem Fall für französische U-Boote. Ein großer Erfolg für uns", sagt Alain Charmeau, CEO der Airbus Defence and Space, gilt doch die französische Marine als Schlüsselkunde in diesem Bereich. Insgesamt sollen alle sechs Boote der Barracuda-Klasse mit dem Lebenserhaltungssystem ausgestattet werden. 2017 geht das erste Schiff in Betrieb, die anderen werden in Zwei-Jahresabständen fertig gestellt werden.

Ausschlaggebend für die Vergabe an Airbus Defence and Space war die Erreichung einer sehr guten Luftqualität bei geringem Energieeinsatz und kompakter Bauweise, wie sie eben in der Raumfahrt gefordert ist. Ergänzt wird das CO2-Bindesystem über ein weiteres Aggregat zur Schadstoffkontrolle, mit welchem Gerüche und sonstige Gase sicher gebunden und entfernt werden.

Der Bereich Energie- und Lebenserhaltungssysteme der Airbus Defence and Space in Friedrichshafen ist das europäische Kompetenzzentrum für Lebenserhaltungssysteme. Hier wurde auch das Lebenserhaltungssystem für das europäische Modul COLUMBUS entwickelt, welches am 10. Februar diesen Jahres an die ISS angekoppelt wurde. Rund 25 Mitarbeiter arbeiten in diesem Bereich und sind spezialisiert auf die Entwicklung geschlossener Systeme, um Menschen in geschlossenen Habitaten unter Zufuhr minimaler Ressourcen gute Lebensbedingungen zu ermöglichen. "Neben dem Einsatz dieser Closed-Loop Prozesse’ auf Raumstationen, Mond- oder Marsbasen oder U-Booten wären solche geschlossenen Kreisläufe aufgrund zunehmender Umweltbelastungen zukünftig auch in anderen Bereichen wie z.B. in Fahrzeugen oder Flugzeugen denkbar", sagt Dr. Willigert Raatschen, Leiter Energie- und Lebenserhaltungssysteme der Airbus Defence and Space.

Airbus Defence and Space, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der AIRBUS Group, ist spezialisiert auf zivile und militärische Raumfahrtsysteme. Im Jahr 2007 erreichte Airbus Defence and Space einen Umsatz von 3,5 Milliarden € und beschäftigte rund 12.000 Mitarbeiter in Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Spanien und den Niederlanden. Das Kerngeschäft gliedert sich in drei Bereiche: Airbus Defence and Space für Trägerraketen und Weltraum-Infrastrukturen, Airbus Defence and Space für Satelliten und Bodensegmente sowie die 100-prozentige Tochter Airbus Defence and Space für die Entwicklung und Lieferung satellitenbasierter Dienstleistungen.

AIRBUS Group ist ein global führender Anbieter in der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen. Im Jahr 2007 lag der Umsatz bei rund 39,1 Milliarden €, die Zahl der Mitarbeiter bei mehr als 116.000.

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