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Ariane 4

Eine echte technologische, politische und wirtschaftliche Erfolgsgeschichte

Im Jahr 1973 beschließen elf Länder unter der Schirmherrschaft der europäischen Weltraumorganisation (ESA) die Unabhängigkeit Europas auf dem Gebiet der Raumfahrt: Es ist der Beginn des Programms Ariane. Sechs Jahre später, 1979, startet Ariane 1 in Kourou.

Ariane 4 wurde im Anschluss an die Versionen 1, 2 und 3 entwickelt. In sie ist somit die gesamte Erfahrung eingeflossen, die bei den ersten Trägerraketen erworben wurde. Nach ihrem Erstflug im Jahre 1988 erwies sie sich im Verlauf der Jahre als eine der besten Trägerraketen in ihrer Kategorie, sowohl hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit als auch hinsichtlich ihrer Leistung. Innerhalb von 14 Jahren starteten 116 Ariane 4 vom Raumfahrtzentrum in Kourou und brachten mehr als 182 Satelliten auf ihre Umlaufbahn, das sind fast 420 Tonnen außergewöhnlicher „grauer orbitaler Zellen“ für die unterschiedlichsten Einsätze.

Ariane 4 ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von mehr als 40 Firmen in 11 europäischen Ländern und hat die Fähigkeit der europäischen Industrie unter Beweis gestellt, ein Spitzentechnologie-Produkt herzustellen, das dem Marktbedarf angepasst ist. Anfangs war Ariane für Nutzlasten von 2 bis 4,2 Tonnen in einer geostationären Umlaufbahn konzipiert; die sechs Versionen von Ariane 4 ermöglichten mit Hilfe von zusätzlichen Triebwerken, des öfteren Nutzlasten von mehr als 4,9 Tonnen zu befördern. Das hohe Leistungsniveau von Ariane 4, insbesondere was die Zuverlässigkeit und Anpassungsfähigkeit betrifft, und ihre Doppelstartfähigkeit mit der sich daraus ergebenden Kostenreduzierung ermöglichten ihr, fast 60% des Weltmarkts der kommerziellen Trägerraketen zu erobern.

Ariane 4 wurde 2003 definitiv durch Ariane 5 ersetzt. Sie bleibt aber, was Trägerraketen angeht, der Maßstab der 90er Jahre sowie ein Modell für effiziente Kooperation und Solidarität zwischen allen Beteiligten des Programms, sei es auf industrieller, institutioneller oder auf staatlicher Ebene.

Airbus Defence and Space hat maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen. Das Unternehmen beteiligte sich zusätzlich zu seiner Rolle als industrieller Architekt an der Entwicklung aller Versionen der Trägerrakete, produzierte und lieferte alle Stufen von Ariane 4, die zusätzlichen Triebwerke mit festem und flüssigem Treibstoff, die Adapter für die Nutzlast sowie die Flugprogramme. Airbus Defence and Space war auch verantwortlich für das Geräteabteil „VEB“ (Vehicle Equipment Bay) der Trägerrakete sowie für die Doppelstart-Trägerstrukturen SPELDA.

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