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Cassini/Huygens: hinter den Stürmen des Mondes Titan

Die interplanetare Mission Cassini/Huygens zum zweitgrößten Planeten unseres Sonnensystems, dem Saturn, hat der Menschheit neue Erkenntnisse gebracht, wie unser Planet vor vier Milliarden Jahren ausgesehen haben mag. Im Rahmen dieser Mission untersucht Cassini derzeit den Ringplaneten Saturn sowie dessen Atmosphäre und wird darüber hinaus hinter die Monde Enceladus und Titan fliegen

Cassini hat erste Anhaltspunkte für die Existenz organischer Substanzen auf Enceladus gefunden und untersucht nun ob es Anzeichen eines jahreszeitlichen Wechsels auf Titan gibt, dem einzigen Trabanten im gesamten Sonnensystem, dessen Atmosphäre wahrscheinlich mit der irdischen Uratmosphäre vergleichbar ist.

Das Sonden-Tandem Cassini/Huygens startete im Oktober 1997 und erreichte das Saturnsystem im Juni 2004. Benannt ist die Mission nach den beiden Astronomen Jean Cassini und Christian Huygens. Die Huygens-Sonde ist am 14. Januar 2005 in die Titan-Atmosphäre eingetaucht und setzte erfolgreich auf der Oberfläche auf, um die dynamischen Prozesse und die Zusammensetzung des Saturnmondes zu untersuchen. Die Cassini-Mission, die  bis ins Jahr 2008 geplant war, wurde bis 2017 verlängert.

Cassini/Huygens ist ein europäisch-amerikanisches Gemeinschaftsprojekt. Der Saturn-Orbiter Cassini wurde in den USA gebaut, die Huygens-Sonde im Auftrag der ESA von einem europäischen Konsortium. Entwicklung, Integration und Erprobung der gesamten Huygens-Sonde sowie die thermische Regelung der Sonde lagen in der Verantwortung von Airbus Defence and Space Deutschland. Airbus Defence and Space Frankreich hat den Huygens-Hitzeschild und den Thermalschutz hergestellt und entwickelt, einschließlich Aerodynamik, Bahnberechnungen und Fallschirm. Airbus Defence and Space Spanien lieferte die Innenstruktur, die Verkabelung und die Testmodelle.

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