Airbus Defence and Space

Envisat

Europas Öko-Polizist im Weltraum

Europas größter und komplexester Umweltsatellit Envisat (ENVIronmental SATellite) wurde 2002 von einer Ariane-5-Trägerrakete auf eine polare Umlaufbahn in 800 km Höhe gebracht. Dieser ESA-Satellit soll den Wissenschaftlern zu einem besseren Verständnis der globalen Erwärmung, von El Niño, des Klimawandels und des Ozonabbaus, sowie der Veränderungen in den Ozeanen, der Eis- und Vegetationsdecke und in der Zusammensetzung der Atmosphäre verhelfen.

An der Entwicklung und Konstruktion des 8.200 kg Tonnen schweren Satelliten, die mehr als zehn Jahre in Anspruch genommen haben, waren knapp einhundert Unternehmen aus vierzehn Ländern beteiligt. Darunter auch Airbus Defence and Space-Standorte in Großbritannien, Deutschland, Spanien und Frankreich. Airbus Defence and Space UK zeichnete als Hauptauftragnehmer verantwortlich für die polare Plattform und zwei der wichtigsten Instrumente; Airbus Defence and Space Deutschland, verantwortete übergeordnet als Mission Prime die Instrumente, baute zwei davon und lieferte die Elektroniknutzlast-Bucht PEB. Airbus Defence and Space Spanien lieferte die Struktur und Airbus Defence and Space Frankreich lieferte das Servicemodul und weitere Instrumente.

Die Envisat-Mission wurde bis zum Jahr 2013 verlängert,. Denn Envisat kann Daten in nahezu Echtzeit übermitteln, so dass es möglich ist, täglich die Temperatur der Meeresoberfläche, weltweite Feuer-Landkarten, die Höhe der UV-Strahlung sowie Ozon-Vorhersagen im Internet bereitzustellen. Die lange Laufzeit dieser Mission bietet den Wissenschaftlern darüber hinaus Zugangsdaten über einen längeren Zeitraum hinweg, was ihnen wiederum erlaubt klimatische Langzeittrends und Veränderungen (wie beispielsweise die Konzentration der Treibhausgase, die Temperatur der Meeresoberfläche, der Meeresspiegel, die Ausdehnung des Meereises) zu identifizieren und analysieren.

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