Airbus Defence and Space

Surfen im Erdschwerefeld

Die GOCE-Mission (Gravity Field and Steady-State Ocean Circulation Explorer) dient zur Bestimmung des Erdschwerefelds und des inneren Aufbaus unseres Planeten sowie der Messung der Ozeanzirkulation. Sie ist die erste der Earth Explorer Kernmissionen der Europäischen Weltraumorganisation ESA im Rahmen des Living-Planet-Programms. Sie wurde ins Leben gerufen, um die zwei bereits existierenden Missionen Champ und Grace optimal zu ergänzen.

Die Zielsetzung der GOCE-Mission ist es Modelle des Erdschwerefelds und seiner Referenz-Niveaufläche auf einer globalen Skala mit einer hohen räumlichen Auflösung und sehr hoher Exaktheit zu liefern. Dies dient nicht nur dem besseren Verständnis der Struktur des Erdinneren sowie seismischen Prozessen, sondern auch klimatologischen und ozeanographischen Untersuchungen. Im besonderen Fokus steht die Untersuchung der  Meeresströmung und der Topographie der Eisdecke, um die globale Erhöhung des Meeresspiegels messen zu können.

Da das Gravitationssignal mit zunehmender Erdnähe stärker wird, wurde GOCE speziell für eine Umlaufbahn in nur 250 km Entfernung von der Erdoberfläche ausgelegt. Um den dort vorhandenen Restatmosphärenwiderstand zu überwinden, besitzt der fünf Meter lange GOCE-Satellit eine pfeilförmige Bauweise. Bei der GOCE-Mission kommt erstmals eine spezielle Messtechnik, die Gradiometrie, zum Einsatz. Diese misst über kurze Distanzen Beschleunigungsdifferenzen zwischen mehreren Prüfmassen im Satelliteninneren.

Der GOCE-Satellit startete am 17. März 2009 an Bord einer Rockot-Trägerrakete vom nordrussischen Kosmodrom Plessezk aus ins All.

Airbus Defence and Space war Mitglied des Kernteams der von der ESA ausgewählten Projektpartner mit dem Hauptauftragnehmer Thales Alenia Space und zeichnete für die Entwicklung der Plattform verantwortlich.

 

 

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