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James Webb Weltraumteleskop (JWST): NIRSpec und MIRI

Das James Webb Space Teleskop, dessen Start an Bord einer Ariane 5 für 2018 vorgesehen ist, ist der Nachfolger des Hubble Teleskops, das derzeit im Weltraum operiert und bereits spektakuläre Ergebnisse und Bilder aus der Frühzeit unseres Universums geliefert hat.

Schon für Hubble (Start 1990) hatte die heutige Airbus Defence and Space die „Kamera für lichtschwache Objekte, FOC“ geliefert. Bis 1997 arbeitete das Instrument als einziges Instrument der ersten Generation fehlerfrei an Bord von Hubble.

Die „endgültige“ Größe dieses neuen Universalteleskops für den sichtbaren bis mittleren Infrarotbereich übersteigt bei weitem die Ladedimensionen aller verfügbaren Trägerraketen. Deshalb wird das Teleskop mit seinem 6,50 Meter großen, 18-segmentigen Hauptspiegel und einem Sonnenschutzschild von der Größe eines Tennisplatzes erst im Orbit entfaltet werden.

Zur Erforschung der Entstehungsgeschichte des Universums ist das JWST mit vier Instrumenten ausgerüstet: dem Spektographen NIRSpec für den nahen Infrarotbereich von Airbus Defence and Space, einer Kamera für den nahen Infrarotbereich (NIRCam), entwickelt von der University of Arizona, einer Kamera mit Spektographen (MIRI) für den mittleren Infrarotbereich - eine Gemeinschaftsentwicklung von JPL (Joint Propulsion Labratory) und der ESA, die ein Konsortium aus europäischen Instituten leiten, mit Projektmanagementunterstützung von Airbus Defence and Space UK, einem von der kanadischen Raumfahrtagentur bereitgestellten Leitsensor zur Feineinstellung (FGS).

Airbus Defence and Space wurde im August 2004 von der europäischen Weltraumorganisation ESA beauftragt, das Superauge NIRSpec für das James Webb Space Telescope (JWST) zu bauen. Der 200 Kilogramm schwere Spektograph kann schwächste Strahlungen von den entferntesten Galaxien aufspüren und Spektren von mehr als 100 Objekten gleichzeitig messen. Dazu muss das Instrument bei minus 238 Grad Celsius arbeiten. Airbus Defence and Space entwickelt derzeit das Instrument an den Standorten Friedrichshafen und Ottobrunn.

MIRI, die Kamera mit Spektrographen für den mittleren Infrarotbereich, wird im Rahmen eines Joint Ventures zwischen einem europäischen Firmenkonsortium und JPL (Jet Propulsion Labratory) gebaut. Airbus Defence and Space Großbritannien übernimmt mit den Bereichen Projektmanagement, Systemengineering Management und Produktsicherung für das aus 10 Nationen bestehende europäische Konsortium einen führenden Beitrag für MIRI im Rahmen der europäischen Wissenschaftsgemeinschaft.

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