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Mars Express: die Erkundung des roten Planeten

Mars Express, Europas erste Mission zum Mars, wurde im Juni 2003 gestartet und kam sechs Monate später, nach einer 400 Millionen Kilometer langen Reise durch das All, am Zielorbit um den Mars an.

Hauptziel von Mars Express ist die Suche nach Spuren von Wasser im Untergrund, auf der Oberfläche und in der Atmosphäre des Mars - nach unserem Verständnis die Grundvoraussetzung allen Lebens. Wissenschaftler können dank des aus sieben Instrumenten bestehenden Pakets an Bord von Mars Express die Zusammensetzung der Atmosphäre und die globale Zirkulation analysieren und erhalten Informationen über die mineralogische Zusammensetzung der Marsoberfläche und des Untergrunds bis auf eine Tiefe von mehreren Kilometern. Bereits im Januar 2004 meldete die hoch auflösende Stereokamera (HRSC) erste Bilder von der Oberfläche des Planeten. Diese spektakulären 3D-Farbbilder von bisher unerreichter Auflösung und weitere von der Mission gelieferte Daten bestätigten zudem das Vorhandensein von Wassereis und Kohlendioxideis auf der Südpolkappe des Mars.

Zur Mission gehörte auch eine Beagle 2 Landesonde, die fehlerlos für den Eintritt in die Marsatmosphäre vom Orbiter getrennt wurde, als der Mars Express seinen Zielorbit erreichte. Zur allgemeinen Enttäuschung konnte trotz zahlreicher Kommunikationsversuche seitdem kein Kontakt mehr zu Beagle 2 hergestellt werden.

Die nominelle Missionsdauer von Mars-Express sollte mindestens ein Marsjahr - 687 Erdtage - betragen. Mittlerweile hat die ESA eine erneute Verlängerung dieser Mission bis zum 31. Dezember 2014 garantiert - abhängig von einer erfolgreichen Überprüfung im Jahr 2012.

Am 26. Januar 2010 hat Mars Express die 7.777. Marsumkreisung vollendet. Während sich Mars Express in der Umlaufbahn um den Roten Planeten befindet, kann mit Wissenschaftsinstrumenten die komplette Marsoberfläche von verschiedenen Winkeln aus erfasst werden. Die von der im Orbit kreisenden Sonde erfassten Daten werden an Bord gespeichert und zur Erde übertragen. 2010 war die Flyby-Serie an dem Mond Phobos - mit einer Annäherung auf bis zu 50 km - ein besonderes Highlight.

Airbus Defence and Space ist das Herz der Mars-Express-Mission. Airbus Defence and Space, Frankreich, ist Hauptauftragnehmer der ESA für die Entwicklung und Fertigung des Orbiters. Airbus Defence and Space, Deutschland, war für die Stereokamera HRSC (High Resolution Stereo Camera) verantwortlich, während Airbus Defence and Space UK das Antriebssystem des Raumfahrzeugs lieferte und die Leitung des Design- und Produktionsteams für Beagle 2 übernahm.

Airbus Defence and Space in Frankreich lieferte das Hitzeschild und den Thermalschutz der Landesonde. Das Unternehmen ist zudem Hauptaktionär von Starsem, dem französisch-russischen Unternehmen, dessen Trägerrakete Soyuz/Fregat den Start der Mission durchführte.

 

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