Astrium

Moon Lander – Technologien für die Mondlandung

Welche Technologien sind für eine sichere, punktgenaue Mondlandung und die Mondforschung vor Ort nötig? Airbus Defence and Space geht dieser Frage derzeit in Studien für die Europäische Weltraumorganisation ESA nach.

Aktuell sieht das Konzept der Mission ein zweistufiges Raumschiff vor, das ein Transfermodul nutzt: Nach der Trennung des Raumschiffs von der Trägerrakete, wird das zweistufige - aus Transfermodul und Lunar Lander Modul bestehende - Raumschiff in einem Transferorbit abgesetzt, ehe es, ungefähr zwei Kilometer über der Mondoberfläche, in eine mondnahe Umlaufbahn einschwenkt. Dort trennt sich der Lander vom Transfermodul und setzt anschließend in der Nähe des Mond-Südpols auf. Anschließend beginnt er mit der wissenschaftlichen Erforschung.

Es gibt eine Reihe von technologischen Herausforderungen, die für eine solche Mondlandung gemeistert werden müssen. Orbiter haben den Mond umkreist, doch bislang wurde der Erdtrabant nur von amerikanischen Astronauten betreten. Die Technologien für eine autonome robotische Landung, wie sie die Studien vorsehen, sind derzeit nur teilweise vorhanden oder müssen noch entwickelt werden.

Die Zukunft der europäischen Mondforschung konzentriert sich auf die Entwicklung zentraler Technologien und Fähigkeiten. Daher hat die ESA Ende 2010 im Anschluss an drei parallele Phase-A-Studien eine weitere Studie zu einer eigenen Mondlandungsmission angestoßen. Gegenstand der Studie ist die Möglichkeit, mit Hilfe von Landebeinen weich und präzise auf der Mondoberfläche zu landen und das System darüber hinaus mit einer Vorrichtung zur Gefahrenabwehr auszustatten. Das Primärziel dieser ersten europäischen „Lunar Lander“-Mission ist der Nachweis, dass auch Europa imstande ist, eine Nutzlast sicher und zielgenau auf der Mondoberfläche abzusetzen. Nach geglückter Landung werden bei dieser Mission auch wichtige wissenschaftliche Untersuchungen mit Blick auf spätere bemannte Missionen zur Erforschung des Erdtrabanten stattfinden können.

Airbus Defence and Space wurde von der ESA als Hauptauftragnehmer für die Studie zum Mondlandemodul verpflichtet. Nach aktuellem Planungsstand soll eine Sojus-Trägerrakete das Raumfahrzeug Ende 2018 von Kourou (Französisch-Guayana) aus auf eine stark exzentrische elliptische Erdumlaufbahn (HEO: Highly Elliptical Orbit) befördern. Für das Einschwenken in eine kreisförmige mondnahe Umlaufbahn sowie das Absinken auf den Mond und die Landung auf dessen Oberfläche wird das Raumfahrzeug sein bordeigenes Antriebssystem aus gebündelten Einzeltriebwerken nutzen.

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