Airbus Defence and Space

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Starsem: Sojus Trägerrakete

Auf alle Bedürfnisse zugeschnitten

In einer innovativen Partnerschaft mit der russischen Raumfahrtindustrie ergänzt Airbus Defence and Space ihr Ariane 5-Programm für den Transport schwerer Lasten und ermöglicht es Europa, eine komplette Familie von Trägersystemen anzubieten.

Das Unternehmen ist der Hauptanteilseigner von Starsem, einem französisch-russischen Gemeinschaftsunternehmen, das für das weltweite Marketing der Sojus zuständig ist. AIRBUS Group veranlasste die Gründung von Starsem im Jahre 1996. Die Firma ist als französische Aktiengesellschaft eingetragen. Airbus Defence and Space hält mit 35% den größten Teil der Anteile an Starsem; weitere Anteilseigner sind die russische Raumfahrtagentur Roskosmos (25%), das Samara Raumfahrtzentrum, das den Sputnik entwickelte und weiterhin eine führende Rolle in der Entwicklung von Trägerraketen spielt (25%), sowie Arianespace, der internationale Marktführer für kommerzielle Startsysteme (15%).

Die in Russland gebaute Sojus-Rakete ist für den Transport kleiner bis mittelgroßer Satelliten in erdnahe oder mittlere Erdumlaufbahnen vorgesehen und eignet sich außerdem ideal für Planetenmissionen. Im Jahre 1999 setzten Sojus-Raketen von Starsem mit sechs Starts 24 Satelliten der Globalstar-Konstellation erfolgreich aus; in 2000 folgten vier Cluster Wissenschaftssatelliten der ESA. Im Juni 2003 startete Starsem Mars Express, die erste europäische Marsmission. Mit dem israelischen Kommunikationssatelliten Amos-2 wurde im Dezember 2004 die erste GTO-Mission unternommen. Im November 2005 startete Starsem die Venus Express-Mission der ESA und den ersten In-Orbit-Testsatelliten (GIOVE-A) für das Galileo-System im Dezember. Die Träger der Sojus-Familie haben bis heute 1.700 erfolgreiche Starts durchgeführt.

Die Starts der Sojus finden gegenwärtig auf dem Baikonur Kosmodrom in der Republik Kasachstan in Zentralasien statt. Ab 2011 werden Sojus-Raketen auch vom Guayana Raumfahrtzentrum, Europas Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana, gestartet und von Arianespace betrieben. Airbus Defence and Space unterstützt diese Entscheidung, denn mit einem Startsystem für leichtere Satelliten, das die Ariane 5 für schwere Satellitensysteme oder Doppelstarts ergänzt, und mit der Bereitstellung einer wertvollen Reserveoption vom selben Startort über einen einzigen Startbetreiber werden die europäischen Startfähigkeiten deutlich verbessert. Zudem erleichtert die Lage Kourous in der Nähe des Äquators, im Gegensatz zu Baikonur, das auf 45° nördlicher Breite liegt, Starts in den äquatorialen Orbit, in dem Raumfahrzeuge von dem zusätzlichen Impuls der Erdrotation profitieren.

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